10.01.2008

Ignacio Ramonet

Ignacio Ramonet (* 5. Mai 1943 in Redondela, Spanien) ist ein spanischer Journalist. Er ist Direktor der in Paris erscheinenden Monatszeitung für internationale Politik Le Monde diplomatique. Ramonet unterrichtet das Fach „Theorie der audiovisuellen Kommunikation“ an der Universität Denis-Diderot in Paris. Außerdem ist er Ehrenpräsident von Attac und Mitorganisator des Weltsozialforums. In Deutschland erschienen Artikel von ihm u.a. in der jungen Welt.

Ignacio Ramonet verbrachte seine Jugend in Tanger. Er studierte Ingenieurwissenschaften und Soziologie in Bordeaux, Rabat und Paris. Er promovierte an der École des Hautes Études en Sciences Sociales im Fach Semiotik. Seit 1972 arbeitet er in Frankreich.

Der in Le Monde diplomatique im Dezember 1997 publizierte Leitartikel „Désarmer les marchés“ ("Die Märkte entwaffnen") rief die globalisierungskritische Bewegung Attac ins Leben. Anlass war die in diesem Jahr ausbrechende Finanzkrise in Südostasien. Ramonet führte diese in seinem Artikel auf die zuvor losgelöste Devisen-Spekulationswelle zurück. Ramonet forderte die Gründung einer „weltweiten Organisation, die sich für die Erhebung einer Tobinsteuer zugunsten der Menschen einsetzen sollte“. Aus der französischen Bezeichnung dieser Organisation, „Association pour une taxation des transactions financières pour l´aide aux citoyens“, entstand das Kürzel Attac.

Für Aufsehen sorgte im Mai 2006 Ramonets Buch "Cien horas con Fidel" (Hundert Stunden mit Fidel), das auf über 600 Seiten Gespräche mit dem kubanischen Revolutionsführer wiedergibt. Das Buch, das inzwischen in mehrere Sprachen übersetzt und im spanischen Original mehrfach verlegt wurde, gilt als politisches Vermächtnis Fidel Castros.

(Quelle u.a.: Wikipedia.de)

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