04.01.2008
Das rote Wunder
Wer daran teilhaben will, braucht ein Abo und eine Eintrittskarte
Das neue Jahr fängt ja gut an: 165 Abos in der ersten Woche (davon 90
Geschenkabos), das kann sich sehen lassen. Verbleiben noch 1010
Einheiten, die wir bis zum Ziel (3600 Abos und Umsteiger) schaffen
müßten. Wenn Sie beim Endspurt kräftig mithelfen, und uns Ihr
persönlich eingeworbenes Abonnement zur Rosa-Luxemburg-Konferenz
mitbringen (also gut, Sie können es uns auch zuschicken), könnten wir
das rote Wunder sogar noch schaffen. Zumal ja auf der Konferenz selbst
eine gute Möglichkeit besteht, die junge Welt vorzustellen und all
jene, die noch kein Abo haben, für eins zu interessieren.
Denn
so, wie es aussieht, gibt es 2008 einen neuen Konferenz-Besucherrekord:
564 Karten wurden bereits verkauft, und damit steht fest, daß es sehr
eng werden wird im Gebäude der Urania. Vor allem Personen, die von
weiter her anreisen, ist es zu empfehlen, sich möglichst rasch Karten
im Aktionsbüro reservieren zu lassen oder noch besser über Freunde im
jW-Shop zu kaufen. Ein Versenden von Eintrittskarten war nur noch bis
Freitag möglich. Aber auch Besuchern aus Berlin und Umgebung ist der
Vorverkauf (der jW-Shop ist von montags bis freitags von 11 bis 18 Uhr
geöffnet) zu empfehlen, zumindest sollte man am Veranstaltungstag, also
am Samstag, den 12. Januar, bis spätestens 10.30 Uhr seine Karte an der
Tageskasse gesichert haben.
Natürlich freuen wir uns über ein
ausverkauftes Haus, und trotzdem werden durch die Eintrittskarten die
Kosten für die Rosa-Luxemburg-Konferenz nicht gedeckt. Zwar arbeiten am
Veranstaltungstag fast 100 Personen unentgeltlich für den reibungslosen
Ablauf, verzichten die Referenten auf Gagen, und so manche
Dienstleistung bekommen wir auch in diesem Jahr wieder zu
Freundschaftskonditionen. Und trotzdem: Flugtickets aus Nikaragua,
Kuba, Frankreich, Indien, Griechenland und England sind nicht per
Saubilligbindochnichtblöd zu bekommen. Eine fünfköpfige Band aus dem
Baskenland und eine 13köpfige Combo aus Italien müssen ja auch
irgendwie anreisen und untergebracht werden. Und damit in dem
babylonischen Sprachgewirr trotzdem jede Genossin jeden Genossen
versteht, muß übersetzt werden: Sechs Simultanübersetzer mit
aufwendiger Technik helfen mit, daß der Blick über den deutschen
Tellerrand möglichst umfassend ist. Räumlichkeiten für so viele
Personen und Angebote sowie die technische Ausstattung für das
umfassende Programm kosten mittlerweile wesentlich mehr als zu Beginn
der Konferenzen vor zwölf Jahren. Kurzum, um kostendeckend zu sein,
müßten die Eintrittskarten doppelt so teuer sein. Damit würden wir aber
viele von der Teilnahme ausschließen, was wir auf keinen Fall wollen.
Eine weitere Besonderheit dieser Veranstaltung ist es nämlich, daß die
Teilnehmenden Junge und Alte sind, Wessis und Ossis, Deutsche und
Nichtdeutsche, von nah und fern kommen. Sie alle verbindet die Wut auf
bestehende Verhältnisse und der Wunsch nach Veränderung. Es ist kein
Zufall, daß die Leserschaft der jungen Welt ebenfalls so
zusammengesetzt ist. Und da auf der Konferenz Themen und Schwerpunkte
behandelt werden, wie sie auch in der jungen Welt zu finden sind,
behaupten wir ja auch, daß die Rosa-Luxemburg-Konferenz eine spezielle
Ausgabe unserer Tageszeitung ist. Oder anders rum: Die
Rosa-Luxemburg-Konferenz kann man auch abonnieren: Sechsmal die Woche
bekommt man den Blick über den Tellerrand hinaus nach Hause geliefert,
dafür müssen wir dann allerdings kostendeckende Preise verlangen, denn
sonst könnten wir unseren Verlag dichtmachen: Niemand übernimmt unsere
Defizite, auch die Genossenschaft hat nur beschränkte Möglichkeiten.
Aber
es gibt ja zwei wunderbare Varianten, die Konferenz und die Zeitung zu
unterstützen: Zum einen mit zwei Abos (das eigene und das eingeworbene)
und dann natürlich mit Spenden. Mit letzteren helfen Sie nicht nur, die
Eintrittspreise niedrig zu halten, sondern auch, die junge Welt
bekannter zu machen. Und damit erleichtern Sie es uns, Abos
einzuwerben. Tun Sie das eine oder das andere oder sogar beides. Wir
danken es mit einer guten Zeitung und einer spannenden Konferenz.
Verlag, Redaktion und Genossenschaft