Rainer Rupp
Bei Demonstrationen können eine treffende Losung oder eine
satirische Zeichnung oft mehr sagen als lange Reden. Gute Parolen
und Karikaturen werden zudem gern von den Medien aufgegriffen und
oft einem Millionenpublikum bekannt. Aber neue, zündende Ideen
fallen selten vom Himmel. Deshalb dieser Aufruf zum Ideenwettbewerb
»Kein Frieden mit der NATO“. Jeder ist zum Mitmachen
eingeladen.
Die NATO präsentiert sich gerne als Champion von Presse- und
Meinungsfreiheit. Was sie darunter versteht, hat sie u. a.
während ihres völkerrechtswidrigen Angriffskriegs gegen
Restjugoslawien gezeigt, als sie gezielt mit einem
Marschflugkörper die Sendestudios des jugoslawischen
Fernsehens zerstörte. Zahlreiche Journalisten starben, weil
sie sich geweigert hatten, die Lügenpropaganda der NATO zur
Kriegsrechtfertigung wie den »Hufeisenplan« zu
verbreiten. In den sogenannten bunten Revolutionen gab sich die
NATO als Vorkämpferin der Menschenrechte. Das Recht auf Leben
der serbischen oder afghanischen Kinder, der Frauen und
unbeteiligten Männer, die von NATO-Bomben zerfetzt wurden und
werden, spielte keine Rolle. Die NATO verteidigt die besten
Demokratien, die sich Konzernherren kaufen können. Unsere
Regierungen finden stets ausreichend Geld, wenn neue Killerapparate
für die NATO anzuschaffen sind, für Bildung und
Gesundheit reicht es nie.
Bis Ende Februar können Entwürfe an die unten angegebene
E-Mail-Adresse geschickt werden. Eine Jury entscheidet über
die besten 20 Vorschläge in den Kategorien Parolen und
Zeichnungen, die besten fünf werden jeweils prämiert. Die
junge Welt und Internetseiten der Anti-NATO-Bewegung werden
über das Ergebnis berichten. Ziel ist, möglichst viele
gute Vorschläge für Banner und Plakate zu den
Anti-NATO-Aktionen und die NATO-Jubelfeiern Anfang April zu machen.
Wer über die Ergebnisse des Wettbewerbs informiert werden
möchte, kann sich schon jetzt bei
nonato@lili-trier.de
melden.
Erster Preis ist je eine handsignierte Grafik der Maler Willi Sitte
und Walter Womacka, gestiftet von der Berliner Gesellschaft zum
Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde (GBM). Die
Gewinner der zweiten Preise erwartet eine persönliche
Führung durch das Reichstagsgebäude als Gast von MdB Ulla
Jelpke (Fraktion Die Linke), z. B. zu den Graffiti der Soldaten der
Roten Armee anläßlich der Erstürmung 1945. Die
beiden dritten Preise bestehen aus jeweils 30 Euro, gespendet vom
Autor dieser Zeilen. MdB Diether Dehm (Fraktion Die Linke) hat
für die vierten und fünften Plätze jeweils eine
handsignierte Kopie seines neuen Buches »Bella Ciao«
über die Partisanenrepublik in Norditalien 1944 zur
Verfügung gestellt.
Entwürfe – möglichst unter Angabe der
Postanschrift – an: nonato@lili-trier.de