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02.02.2009

Aufruf zum Ideenwettbewerb »Kein Frieden mit der NATO«

Rainer Rupp
Bei Demonstrationen können eine treffende Losung oder eine satirische Zeichnung oft mehr sagen als lange Reden. Gute Parolen und Karikaturen werden zudem gern von den Medien aufgegriffen und oft einem Millionenpublikum bekannt. Aber neue, zündende Ideen fallen selten vom Himmel. Deshalb dieser Aufruf zum Ideenwettbewerb »Kein Frieden mit der NATO“. Jeder ist zum Mitmachen eingeladen.

Die NATO präsentiert sich gerne als Champion von Presse- und Meinungsfreiheit. Was sie darunter versteht, hat sie u. a. während ihres völkerrechtswidrigen Angriffskriegs gegen Restjugoslawien gezeigt, als sie gezielt mit einem Marschflugkörper die Sendestudios des jugoslawischen Fernsehens zerstörte. Zahlreiche Journalisten starben, weil sie sich geweigert hatten, die Lügenpropaganda der NATO zur Kriegsrechtfertigung wie den »Hufeisenplan« zu verbreiten. In den sogenannten bunten Revolutionen gab sich die NATO als Vorkämpferin der Menschenrechte. Das Recht auf Leben der serbischen oder afghanischen Kinder, der Frauen und unbeteiligten Männer, die von NATO-Bomben zerfetzt wurden und werden, spielte keine Rolle. Die NATO verteidigt die besten Demokratien, die sich Konzernherren kaufen können. Unsere Regierungen finden stets ausreichend Geld, wenn neue Killerapparate für die NATO anzuschaffen sind, für Bildung und Gesundheit reicht es nie.

Bis Ende Februar können Entwürfe an die unten angegebene E-Mail-Adresse geschickt werden. Eine Jury entscheidet über die besten 20 Vorschläge in den Kategorien Parolen und Zeichnungen, die besten fünf werden jeweils prämiert. Die junge Welt und Internetseiten der Anti-NATO-Bewegung werden über das Ergebnis berichten. Ziel ist, möglichst viele gute Vorschläge für Banner und Plakate zu den Anti-NATO-Aktionen und die NATO-Jubelfeiern Anfang April zu machen. Wer über die Ergebnisse des Wettbewerbs informiert werden möchte, kann sich schon jetzt bei nonato@lili-trier.de melden.

Erster Preis ist je eine handsignierte Grafik der Maler Willi Sitte und Walter Womacka, gestiftet von der Berliner Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde (GBM). Die Gewinner der zweiten Preise erwartet eine persönliche Führung durch das Reichstagsgebäude als Gast von MdB Ulla Jelpke (Fraktion Die Linke), z. B. zu den Graffiti der Soldaten der Roten Armee anläßlich der Erstürmung 1945. Die beiden dritten Preise bestehen aus jeweils 30 Euro, gespendet vom Autor dieser Zeilen. MdB Diether Dehm (Fraktion Die Linke) hat für die vierten und fünften Plätze jeweils eine handsignierte Kopie seines neuen Buches »Bella Ciao« über die Partisanenrepublik in Norditalien 1944 zur Verfügung gestellt.

Entwürfe – möglichst unter Angabe der Postanschrift – an: nonato@lili-trier.de





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