broschuere2016

Heute am Kiosk Ihres Vertrauens: junge Welt-Spezial zur XXI. Rosa-Luxemburg-Konferenz mit den Beiträgen der Referentinnen und Referenten: Sahra Wagenknecht zur Aufgabe der Partei Die Linke, Esther Bejarano zum Kampf gegen alte und neue Faschisten, Alpidio Alonso Grau und Gerardo Hernández aus Kuba zur aktuellen Lage, Aydın Çubukçu zur Situation in der ‪‎Türkei‬, Natascha Strobl aus Österreich über die »konservative Kulturrevolution« und Alexej Markow zur Situation im Donbass.

Die aktuelle Ausgabe der Tageszeitung junge Welt erhalten Sie heute inkl. Beilage für 1,50 Euro am Kiosk und im Bahnhofsbuchhandel.

Ende März erscheint im Umfang von rund 80 Seiten die Broschüre mit allen Referaten, umfangreichen Auszügen aus der Podiumsdiskussion und weiteren Beiträgen zur XXI. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz. Die Broschüre kann zum Preis von 3,90 Euro zzgl. 1,50 Euro Versandkosten hier bestellt werden. Außerdem erscheint am 27. Januar die Beilage der Tageszeitung junge Welt mit den Referaten der Konferenz. Diese ist zusammen mit der aktuellen Ausgabe der jW am Kiosk oder im Abo erhältlich.

Am Stand von junge Welt auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz. Foto: Christian-Ditsch.deAm Stand von junge Welt auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz. Foto: Christian-Ditsch.de

Alljährliches Heckmeck der Stalinisten, Steinzeitkommunisten, Antiimperialisten? Obskurer Sektenfasching oder Gruselkabinett der Leninjünger? Weltweit größte Demo auf einem Gottesacker? Sofern bürgerliche Medien überhaupt Notiz von den Demonstrationen zum Gedenken an die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht vor 97 Jahren nahmen, konnten sie sich solche Keifereien nicht sparen. Ins gleiche Horn stießen auch als linksliberal oder gar links geltende Zeitungen wie taz und Neues Deutschland. So berichtet die taz in ihrer Montagausgabe über die Demonstration gerade mal in acht Sätzen, wobei sie genüsslich den Spott kolportiert, den Twitternutzer für die Luxemburg-Liebknecht-Demo übrig gehabt hätten. Dass die dort anonym zitierten Sprüche (Sektenfasching! Gruselkabinett!) vom Chef der Berliner Linkspartei Klaus Lederer und von einem Abgeordnetenhaus-Piraten stammen, erfuhr man dann aus dem Neuen Deutschland. Über die Rosa-Luxemburg-Konferenz, auf der die Auschwitz-Überlebende Esther Bejarano, die Kovorsitzende der Linksfraktion im Deutschen Bundestag, Sahra Wagenknecht, und Gerardo Hernández von den Cuban Five programmatische Reden hielten, Aktivisten, Künstler und Politiker aus mehreren Ländern vor über 2.500 Besuchern sprachen – all das war keine Zeile wert, weder der taz noch dem Neuen Deutschland oder der Berliner Zeitung.

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Dietmar Koschmieder eröffnet die Kunstausstellung. Foto: Gabriele SenftDietmar Koschmieder eröffnet die Kunstausstellung. Foto: Gabriele SenftEs war tatsächlich ein Fest, was da in der zweiten Etage der Urania Berlin anlässlich der Rosa-Luxemburg Konferenz am 9. Januar gefeiert wurde! Nach einer musikalischen Einstimmung durch die Band Mikcsifona dankte Dietmar Koschmieder, Geschäftsführer der jW, in seiner Laudatio zunächst der Gruppe tendenzen Berlin. Zum dritten Mal in Folge hat die Gruppe nun eine beachtenswerte Kunstausstellung zur Rosa-Luxemburg-Konferenz organisiert. Sein besonderer Dank galt jedoch den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern. Sie hatten oft mit großem Aufwand ihre Werke nach Berlin gebracht, wodurch diese wunderbare Ausstellung überhaupt erst möglich wurde. 34 Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland, Polen, Dänemark, Rumänien und Russland präsentierten Ihre Werke einem interessierten und aufgeschlossenen Publikum. Sie befanden sich mittendrin in lebendigem Kunstgeschehen und konnten in vielen Gesprächen, aber auch durch Verkauf Ihrer Exponate Zuwendung und Anerkennung erfahren.
 

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Darüber waren sich die Podiumsteilnehmer einig: Die Linken müssen besser zusammenarbeiten. Foto: Andreas DommaDarüber waren sich die Podiumsteilnehmer einig: Die Linken müssen besser zusammenarbeiten. Foto: Andreas Domma

Unter dem Motto »Kröten schlucken oder Zähne zeigen: Ist die Linke noch zu retten?« diskutierten die Vorsitzende des Auschwitz-Komitees in der BRD e. V., Esther Bejarano, die Vorsitzende der Kommunistischen Plattform in der Partei Die Linke, Ellen Brombacher (auf dem Foto ganz links), der Pastor i. R. Dieter Frielinghaus und Lena Kreymann, Vorstandsmitglied der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ). Die Moderation übernahm der Chefredakteur der jungen Welt, Arnold Schölzel. Wir dokumentieren hier einen Auszug des Gesprächs; die vollständige Wiedergabe erscheint Mitte März in der Konferenzbroschüre.

Arnold Schölzel: »Kröten schlucken oder Zähne zeigen. Ist die Linke noch zu retten?«, das ist das Thema der diesjährigen Podiumsdiskussion der XXI. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz. Wir sprechen darüber mit Esther Bejarano, hier rechts neben mir. Esther ist eine der letzten Überlebenden des Mädchenorchesters von Auschwitz und Vorsitzende des Auschwitz-Komitees in der BRD. Wir haben sie heute schon – Dr. Seltsam hat sie als »älteste Rapperin« vorgestellt – mit der Musikgruppe »Microphone Mafia« gehört. Ellen Brombacher sitzt neben ihr. Sie ist Sprecherin der Kommunistischen Plattform in der Partei Die Linke. Sie hat Lena Kreymann zur Nachbarin. Lena hat in der jungen Welt mit großem Erfolg ein Volontariat abgeschlossen. Leider – möchte ich sagen – hat sie uns wegen eines Master-Studiums verlassen. Lena ist Mitglied im Bundesvorstand der SDAJ. Herzlich willkommen. Und neben ihr: Dieter Frielinghaus, Pastor einer Reformierten Gemeinde im Ruhestand.

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Sahra Wagenknecht. Foto: Christian MangSahra Wagenknecht. Foto: Christian Mang

Die Linke-Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht hielt auf der XXI. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz am 9. Januar 2016 eine etwa 50minütige programmatische Rede. Wir veröffentlichen nachstehend Auszüge daraus.

Liebe Freundinnen und Freunde,

ich soll zum Thema »Die Aufgaben der Linken in Deutschland und Europa« sprechen. (…) Die Aufgaben der Linken, zumindest der linken Parteien in Deutschland und Europa, bestehen natürlich darin, linke Politik zu machen (…) Sprich: Wenn man die Chance hätte, in einer der Regierungen linke Politik zu machen, dann sollte man diese Chance ergreifen. Wenn man in eine Regierung nur gehen kann um den Preis, dass man aufhört, linke Politik zu machen, dann sollte man das unterlassen. Ich finde, ziemlich viele fruchtlose Debatten über »Rot-Rot-Grün«, Zahlen- und Farbenspiele würden sich einfach erledigen, wenn man diese schlichte Regel beherzigen würde. Linke Parteien machen linke Politik, das kann in der Opposition sein, das kann im Idealfall auch in der Regierung sein, aber das Wichtige ist das, was man inhaltlich umsetzen kann, und das muss sich mit linken Maßstäben messen lassen. Sonst macht man sich unglaubwürdig und enttäuscht diejenigen, für die man ja streitet und für die man angetreten ist. (…)

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»Entschärfte« Hetze: Bild.de am Sonntag abend. Screenshot: jW»Entschärfte« Hetze: Bild.de am Sonntag abend. Screenshot: jW

Die meisten Medien haben am Wochenende die Rosa-Luxemburg-Konferenz mit ihren 2.600 Teilnehmern totgeschwiegen. Eine Ausnahme war das Boulevardblatt Bild, dessen Onlineausgabe sich statt dessen in übler Hetze gegen die Konferenz übte. Unter der Überschrift »Aufruf zum Krieg gegen die Ukraine: Linken-Paar auf Radikalen-Konferenz« regen sich in dem Artikel Peter Tiede und Michael Hübner vor allem über die Liveschaltung zu Alexej Markow in den Donbass auf: »Der Leipziger Linke-Lokal-Politiker und Stadtrat Alexej Danckwardt, der übersetzt hatte, sandte noch eine eigene Botschaft hinterher: Er rief offen zur Unterstützung der terroristischen Vereinigung auf. Er hoffe, dass der Terrorführer aus dem Donbass für seinen Krieg gegen die Ukraine die nötige Unterstützung bekomme. Danckwardt rief auf offener Bühne dazu auf, diesen Kampf zu unterstützen.

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Zum Abschluss die Internationale. Foto: Andreas DommaZum Abschluss die Internationale. Foto: Andreas DommaDie XXI. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz in der Berliner Urania am Sonnabend konnte einen Teilnehmerrekord vorweisen. Mehr als 2600 Gäste, Unterstützer und Journalisten folgten den Vorträgen, Kulturbeiträgen und Debatten. Höhepunkte der Veranstaltung waren der Auftritt des Kubaners Gerardo Hernández, der nach langjähriger Haft in den USA wegen antiterroristischer Betätigung (»Cuban Five«) 2015 im Zuge eines Gefangenenaustauschs freigekommen war.  Die Linke-Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht nannte in ihrer programmatischen Rede Bedingungen für eine Koalition mit SPD und Grünen. Voraussetzungen für ein Zusammengehen der Parteien seien angesichts der Kürzungs- und Kriegspolitik der mitregierenden Sozialdemokraten derzeit nicht gegeben. Einen der kulturellen Höhepunkte bildete das Konzert der bekannten türkischen Musikgruppe Grup Yorum. 

junge Welt wird in der Montagausgabe ausführlich über die Konferenz berichten. Die Vorträge der Konferenz werden in einer Beilage und als Broschüre erscheinen.

Ellen Brombacher, Esther Bejarano, Arnold Schölzel und Lena Kreymann (von links nach rechts) bei der PodiumsdiskussionEllen Brombacher, Esther Bejarano, Arnold Schölzel und Lena Kreymann (von links nach rechts) bei der Podiumsdiskussion

Beim Kampf gegen Nazis, das sagt Esther Bejarano, Überlebende des Vernichtungslagers Auschwitz, gleich zu Beginn der Podiumsdiskussion, »kann man sich auf den Staat nicht verlassen«. Die Erfahrungen, die sie schildert, sind schockierend. Die aktive Antifaschistin erzählt von »ganzen Schulen, in denen die Meinungen der Nazis gelehrt werden«. Mit Bezug auf den Staat müsse man sich daher die Frage stellen: »Was tun die überhaupt gegen Nazis?« Ihr mache das Angst, sagt die Musikerin, sie sieht »Parallelen zur damaligen Zeit« und ruft zu einem breiten Bündnis auf. »Wenn jemand wirklich ein Antifaschist ist, ist es mir egal, in welcher Partei oder Gruppe jemand ist, man muss zusammenarbeiten können.«

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Sahra Wagenknecht. Foto: Gabriele SenftSahra Wagenknecht. Foto: Gabriele SenftAls Sahra Wagenknecht die Bühne betrat, war der Saal  bis auf den letzten Platz besetzt, die Zuschauer standen in den Gängen, es gab großen Beifall. Ihr Thema zur RLK: »Zur Lage der Linken in Europa und Deutschland«. Und sie stellte die soziale Frage. »Linke Parteien haben immer Partei genommen zu Gunsten derer, die ihre Arbeit verkaufen müssen«, sagte Wagenknecht. »Hartz IV hat den Menschen den sozialen Boden unter den Füßen weggezogen. Acht Millionen Menschen müssen einer Arbeit nachgehen, von der sie nicht leben können«, sagte Wagenknecht. Linke Politik dürfe Elend nicht mitverwalten – sie müsse dagegen kämpfen: »Leiharbeit ist moderne Sklaverei und gehört verboten.« Auch zu Grundsätzen deutscher Außenpolitik bezog sie Stellung: »Aufgabe linker Außenpolitik ist es, die Menschen gegen Kriege zu mobilisieren.«

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Gerardo Hernández. Foto: Gabriele SenftGerardo Hernández. Foto: Gabriele Senft»Kuba wird daran festhalten, den Sozialismus aufzubauen – und Kuba wird niemals vergessen, wer seine wirklichen Freunde sind«, darin waren sich im vollbesetzten Hauptsaal der Rosa-Luxemburg-Konferenz in der Urania die Gäste von der roten Insel einig. Alpidio Alonso Grau, Funktionär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas, betonte in seiner Ansprache, dass sein Land niemals die Prinzipien und Werte der Revolution aufgeben werde. Es gehe bei den jüngsten politischen und wirtschaftlichen Maßnahmen nicht um die Abschaffung des Sozialismus, sondern um seine Perfektionierung. Er erinnerte daran, dass in der demokratisch beschlossenen kubanischen Verfassung festgeschrieben ist, dass Kuba »unwiderruflich« sozialistisch sei.

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Roberto Chile mit einem seiner Bilder Fidel Castros. Foto: Gabriele SenftRoberto Chile mit einem seiner Bilder Fidel Castros. Foto: Gabriele SenftAls Moderator Günter Pohl ihn fragte, wie er vorgestellt werden wolle, sagte der Gast: »Nennt mich einfach Dokumentarfilmer und Fotograf«. Roberto Chile aus Kuba hat 25 Jahre lang den früheren kubanischen Präsidenten Fidel Castro auf dessen Reisen begleitet. Daraus ist eine Fotoausstellung entstanden, die am 14. Januar in der jW-Ladengalerie eröffnet wird. Der deutschsprachige Katalog mit vielen beeindruckenden Aufnahmen ist bereits auf der Konferenz erhältlich.

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»Wir sind bestenfalls eine demokratische Diktatur.«: Tino Eisbrenner auf der RLK. Foto: Gabriele Senft»Wir sind bestenfalls eine demokratische Diktatur.«: Tino Eisbrenner auf der RLK. Foto: Gabriele SenftWer mit dem Ende der DDR aufgehört hat, sich für Tino Eisbrenner zu interessieren, der kennt den Chef der Popformation Jessica wahrscheinlich noch als Sänger der damaligen Hits »Spieler« und »Ich beobachte dich«. Und danach? Eisbrenner tourte 1989 mit seinem ersten Soloalbum »Tino« durch Europa bis nach Sibirien, moderiert beim Fernsehen, ging nach Amerika. Er eroberte die Herzen im Norden mit Chansonabenden. Später lebte und arbeitet er mit Indigenen in Mexiko. Das Theater - vor allem Brecht – spielte für ihn schon immer eine große Rolle. Als Mittdreißiger fühlte sich Eisbrenner inspiriert, eine Autobiographie zu schreiben. 2004 ist er als Mitherausgeber daran beteiligt, dass die älteste Musikzeitschrift Deutschlands, die Melodie und Rhythmus (M&R), wiederbelebt wird.

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Esther Bejarano. Foto: Christian MangEsther Bejarano. Foto: Christian MangEsther Bejarano, die 1943 nach Auschwitz-Birkenau deportiert wurde, erinnert in ihrer Rede an die Opfer des NSU, Flüchtlinge, die rassistisch bedroht und angegriffen werden, und die Opfer der Kriege auf der Welt. »Es ist Zeit für einen Aufschrei von uns allen, einen unüberhörbaren, lauten Aufschrei, der bis in den letzten Winkel unseres Landes und der ganzen Welt widerhallt«, empört sich die 91jährige.

Als Beispiel für strukturelle Gewalt des Staates, die wir alle bekämpfen sollten, nennt sie die Asylrechtsverschärfungen des vergangenen Jahres. Unter anderem die Balkan-Staaten wurden in »sichere Herkunftsländer« deklariert, um Sinti und Roma, die hier Schutz vor Diskriminierung und Verfolgung suchen, leichter abschieben zu können. »Deutschland hat dieser Minderheit gegenüber eine besondere Pflicht, Bleiberecht zu gewähren, denn 500.000 Sinti und Roma wurden in der Nazizeit ermordet«, erinnert sie.

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Liveschaltung zu Alexej MArkow in den Donbass. Foto: Christian MangLiveschaltung zu Alexej MArkow in den Donbass. Foto: Christian MangAlexej Markow, Gründer und Kommandeur der politischen Abteilung der kommunistischen Brigade »Prisrak« im Donbass gab im live geführten Video-Interview Einblicke in den Alltag der Kämpfer, die in westlichen Medien meist als »prorussische Separatisten in der Ostukraine« bezeichnet werden. An seinem Frontabschnitt in der nicht anerkannten Volksrepublik Lugansk gibt es demnach Freiwillige aus zahlreichen anderen Ländern: »Unsere Genossen aus Italien und Spanien, die leiden natürlich an diesen heftigen Wintern, die sind es nicht gewohnt. Aber umso leichter haben es unsere finnischen Genossen«, sagte er im Gespräch mit Susann Witt-Stahl. Die Chefredakteurin der linken Musik- und Kulturzeitschrift Melodie und Rhythmus war mehrfach in die Region gereist, saß heute aber auf dem Podium der Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin.

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Grup Yorum in Berlin. Foto: Christian-Ditsch.deGrup Yorum in Berlin. Foto: Christian-Ditsch.de»Hoch die internationale Solidarität!« Unter lauten Sprechchören aus dem Publikum endet  der Liedvortrag von Grup Yorum. Die linke Band besteht in wechselnder Besetzung seit 1985 und hat Lieder in mehreren Sprachen des Nahen und Mittleren Ostens veröffentlicht, darunter Türkisch, Arabisch und verschiedene Dialekte des Kurdischen. Zu Grup Yorum zählen zur Zeit rund 30 Musikerinnen und Musiker. In der Türkei gehört es für sie zum Alltag, dass ihre Konzerte von der Staatsmacht verhindert werden. Mehrere Mitglieder der Band wurden unter konstruierten Vorwürfen teilweise mehrere Jahre ins Gefängnis geworfen. Auch die BRD erteilte der Band ein Einreiseverbot, um einen für den 3. November geplanten Auftritt zu verhindern.

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Miriam Näther von Cuba Sí. Foto: Gabriele SenftMiriam Näther von Cuba Sí. Foto: Gabriele SenftEine wichtige Rolle auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz spielt auch in diesem Jahr die Solidarität mit dem sozialistischen Kuba. Zum 25jährigen Bestehen der Solidaritätsorganisation Cuba Sí wird am Abend ein Konzert mit der Band Proyecto son Batey im Foyer stattfinden. Die Organisation wurde 1990 als Arbeitsgemeinschaft beim Parteivorstand der PDS gegründet und ist heute ein Teil der Partei Die Linke. Cuba Sí organisiert Solidaritätsprojekte und veranstaltet politische Reisen sowie Workcamps in Kuba.

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Natascha Strobl. Foto: Christian-Ditsch.deNatascha Strobl. Foto: Christian-Ditsch.deNatascha Strobls Vortrag auf der XXI. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz stand unter der Überschrift »Friedensfrage und Demagogie: Gefahr rechter Hegemonie«. Im Fokus ihrer Ausführungen standen aktuelle Entwicklungen in der Neuen Rechten. Zuvor unternahm sie einen historischen Exkurs. Ein Netzwerk nichtreaktionärer rechtsextremer Intellektueller habe es bereits in der Weimarer Republik gegeben. Diese verwendeten auch den Begriff »Sozialismus«. Nach dem Zweiten Weltkrieg galten sie als weniger belastet als Naziverbrecher. Protagonisten wie Ernst Jünger oder Carl Schmitt entwickelten sich beispielsweise zu Vorbilder der neurechten Bewegung der Identitären.

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Botschaft von Mumia Abu-Jamal. Foto: Christian-Ditsch.deBotschaft von Mumia Abu-Jamal. Foto: Christian-Ditsch.de»Hier spricht Mumia Abu-Jamal.« Der politische Gefangene in den USA grüßte die XXI. Rosa-Luxemburg-Konferenz. Per Audiobotschaft erklärte er, dass auch in den USA die Krise des Kapitalismus anhält. Große Teile der dortigen Bevölkerung müssten um ihre Existenz kämpfen – und kämen dabei in Konflikt mit dem repressiven Staatsapparat. Gerade die schwarze Bevölkerung sei betroffen.

Es finde ein regelrechter »War at Home«, also ein Krieg im Inneren statt. Abu-Jamal sprach von schockierenden Statistiken: In einem einzigen Monat habe die US-Polizei 2014 111 Personen getötet. Unter den Tötungen seien viele »unprovozierte Morde«. Dennoch hielten die Proteste der schwarzen Bevölkerung, insbesondere der Frauen und der Jugend, an. »Sie stehen in der Tradition von Martin Luther King.«

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Aydın Çubukçu. Foto: Christian-Ditsch.deAydın Çubukçu. Foto: Christian-Ditsch.deAydın Çubukçu, Herausgeber der türkischen linken Monatszeitschrift Evrensel Kültür, warnt als Redner der Rosa-Luxemburg-Konferenz eindringlich vor der Kriegspolitik der Regierung in Ankara, die sich vor allem in den kurdischen Gebieten der Türkei gegen die eigene Bevölkerung richtet, aber längst nicht mehr auf diese Gebiete begrenzt ist. »Alle Sozialisten und Demokraten sind verpflichtet, sich zusammenzuschließen und diesen Krieg zu stoppen«, sagt Çubukçu. Die Türkei bewege sich in Richtung Faschismus. Der Mittlere Osten sei von verschiedenen islamistischen Terrororganisationen durchsetzt, verschiedene imperialistische Strömungen kämpften gegeneinander. Die ganze Welt stehe vor dem Abgleiten in eine Katastrophe. Eine breite linke, demokratische Front müsse sich dagegen stellen, die Rolle der Arbeiterklasse sei zentral. In der momentanen Situation sei es auf den ersten Blick Luxus, über Kunst und Kultur zu reden. Sie könnten aber auch »Waffen« im Kampf gegen Faschismus, Imperialismus und Krieg sein. Themen wie die Rechte von der Frauen, Kinderrechte, Umweltschutz oder sogar Tierrechte sollten darüber nicht vergessen werden, so der Mitbegründer der Partei der Arbeit (EMEP).

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Esther Bejarano

… (geb. 1924) ist eine der letzten Überlebenden des Mädchenorchesters von Auschwitz und Vorsitzende des Auschwitz-Komitees. 2013 hat die aktive Antifaschistin ihre »Erinnerungen. Vom Mädchenorchester in Auschwitz zur Rap-Band gegen Rechts« veröffentlicht. Am 9. Januar wird sie mit »Microphone Mafia« auf der XXI. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz in der Berliner Urania auftreten und an der abschließenden Podiumsdiskussion teilnehmen.

Esther Bejarano. Foto: Jens Büttner / dpaEsther Bejarano. Foto: Jens Büttner / dpaFlüchtlinge in Deutschland sind zunehmend rechter Gewalt ausgesetzt. Die Anzahl fremdenfeindlich motivierter Angriffe auf Schutzsuchende ist seit 2010 um das Vierzigfache gestiegen − 2015 wurden rund 820 Vorfälle dokumentiert. Welche Gedanken kommen Ihnen, wenn Sie die brennenden Flüchtlingsheime vor Augen haben?

Ich bin entsetzt über das Zündeln. Was mich am meisten ärgert: Immer wieder werden diese Taten verharmlost und behauptet, das seien »nur Randalierer« und nicht die Rechten. Es gibt auch immer noch kein Verbot der NPD und anderer faschistischer Organisationen. Dabei treten die Nazis heute viel brutaler auf als vor einigen Jahren. Und dann der NSU-Prozess: Das ist doch eine Farce! Die Behörden sind doch gar nicht an Aufklärung interessiert. Ich frage mich: Wo leben wir eigentlich?

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Sahra Wagenknecht ist Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag und Referentin bei der XXI. Internationalen Rosa Luxemburg Konferenz am Samstag in der Berliner Urania

Sahra Wagenknecht. Foto: Thomas Peter/ReutersSahra Wagenknecht. Foto: Thomas Peter/ReutersUnvorstellbare 1,8 Billionen US-Dollar – diese Riesensumme wird jährlich für Krieg, Soldaten und Waffen verpulvert. Ein Bruchteil dessen würde ausreichen, um Hunger und Elend aus der Welt zu schaffen. Mit über 1.500 US-Dollar pro Kopf geben die USA und Saudi-Arabien mit Abstand das meiste Geld für Militär aus – im Fall der Scheichs mit stark steigender Tendenz. Zwar hat Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel 2014 noch vor dem »Geschäft mit dem Tod« gewarnt. Doch schon ein Jahr später reiste er mit einer großen Delegation nach Riad. Allein im ersten Halbjahr 2015 wurden Waffenlieferungen im Wert von 180 Millionen Euro an den Golfstaat genehmigt.

 

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Aydın Çubukçu ist politischer Aktivist, Schriftsteller, Revolutionär und Chefredakteur der Zeitschrift Evrensel Kültür sowie von Hayat TV. Er saß 19 Jahre in türkischen Gefängnissen und wurde 1991 freigelassen. Am Sonnabend wird er auf der XXI. Rosa-Luxemburg-Konferenz über die praktische Bedeutung von Kultur in den Klassenkämpfen und zur Lage in der Türkei sprechen. 

Aydın Çubukçu. Foto: privatAydın Çubukçu. Foto: privatMit Beginn des Syrien-Krieges wurde die Türkei zu einem Problemstaat im Nahen Osten. Die AKP-Regierungen hatten fast 15 Jahre ein außenpolitisches Programm entwickelt, das gerade auf den Nahen Osten und insbesondere auf die islamischen Länder ausgerichtet war. Sowohl im Land selbst als auch im Nahen Osten hat diese Politik aber zu einer Krise beigetragen, die von der AKP kaum mehr kontrolliert werden kann.

Ziel: ein neues osmanisches Reich

Die islamistische Ideologie der AKP nach innen wurde durch eine Politik nach außen ergänzt, die darauf orientierte, die Bevölkerungen in den islamisch geprägten Ländern der Region unter eigener Führung zu versammeln, in den Gebieten des ehemaligen Osmanischen Reiches eine neue Vorherrschaft zu installieren. Die AKP beabsichtigte, die islamistische Ideologie mit einer expansionistischen Politik in der Region zu verbinden. Diese Vorhaben standen im großen und ganzen in Einklang mit den Neuordnungsplänen der NATO, denen Washingtons und Berlins für den Nahen Osten.

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Natascha Strobl ist Politikwissenschaftlerin und Autorin für den Blog »Mosaik – Politik neu zusammensetzen« . Bei der Rosa-Luxemburg-Konferenz wird sie am Sonnabend zum Thema »Soziale Frage, Friedensfrage und Demagogie: Gefahr rechter Hegemonie« sprechen.

Natascha Strobl. Foto: Laurin RosenbergNatascha Strobl. Foto: Laurin RosenbergDeutschlands bekannteste Feministin, Alice Schwarzer, gibt sich wissend über die Täter der Silvesternacht in Köln. Die Mehrheit seien »Flüchtlinge von gestern bzw. Migranten und ihre Söhne, (…) die Krieg spielen mitten in Europa (…) und das triste Produkt einer gescheiterten, ja nie auch nur wirklich angestrebten Integration« wären. Wie weit reichen Ihre Kenntnisse bisher?

Wir wissen das, was die Polizei uns sagt, und das ist nicht viel. Es ist aber interessant, dass so viele schon so genau wissen, wie die Täter sozialisiert wurden. Da geht es dann auch nicht mehr um das Thematisieren von sexueller Gewalt, sondern nur noch um Rassismus. Antirassismus und Feminismus werden gegeneinander ausgespielt. Das ist ziemlich absurd, denn die Rechten, die plötzlich Frauen schützen wollen, sind doch genau jene, die Vergewaltigungswitze lustig finden, gegen Frauenhäuser hetzen und das Selbstbestimmungsrecht von Frauen in Frage stellen. Mit diesen Leuten kann es nie eine Zusammenarbeit geben, auch nicht punktuell.

Wie müsste in Ihren Augen die Linke auf die Ereignisse reagieren?

Eine linke Reaktion kann heißen: Wir dürfen weder schweigen, noch die rassistische Hetze der Rechten nachplappern. Sexuelle Gewalt mit Herkunft zu verknüpfen ist fatal, denn das verstellt den Blick auf die eigentliche Ursache: bestimmte, patriarchale Männlichkeitsvorstellungen, die es überall gibt. Diese müssen wir bekämpfen. Ich halte gar nichts davon, dass andererseits versucht wird, die Vorfälle zu banalisieren, zum Beispiel mit dem Verweis, dass es sich »nur« um organisiertes Verbrechen handelt oder es woanders viel schlimmer ist. Nein, das was hier stattgefunden hat, war ein Anschlag auf Frauen, und genau so muss das auch behandelt werden. Kompromissloser Feminismus, nicht die Verteidigung des Abendlandes, das muss unser Credo sein.

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Patrik Köbele ist Vorsitzender der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP)

Auch die DKP ruft zum Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht und zur Teilnahme an der Rosa-Luxemburg-Konferenz dieser Zeitung am Wochenende auf. Was haben Sie sich für die kommenden Monate politisch vorgenommen?

Aktuell haben wir es mit einer Militarisierungs- und Kriegsoffensive zu tun, gegen die wir nach Kräften Widerstand leisten wollen. Die Bundeswehr ist an immer mehr Auslandseinsätzen beteiligt. Zugleich mehren sich Forderungen, Soldaten auch im Inland einzusetzen. Beides lehnen wir ab. Viel Arbeit wird auch bezüglich der Flüchtlingsdebatte auf uns zukommen. Wir müssen verhindern, dass es den Herrschenden in Politik und Wirtschaft gelingt, die Flüchtlinge gegen ­sozial ausgegrenzte Teile der hiesigen Bevölkerung auszuspielen. Das Ergebnis der rassistisch eingefärbten Politik der Herrschenden sind wachsende Zustimmungsraten für die sozialchauvinistische »Alternative für Deutschland« sowie die extrem rechte »Pegida«-Bewegung. Daher werden der Kampf für Frieden, Solidarität und Antifaschismus unsere Arbeitsschwerpunkte in diesem Jahr sein.

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Michael Chrapek und Ahmad Majd Amin sind Berliner Künstler und Mitglieder der Gruppe Tendenzen
Die Kunstausstellung: »Ni dieu, ni maître – wir brauchen keine anderen Herren, sondern keine!« ist am kommenden Sonnabend ab 10.30 Uhr auf der XXI. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz in der Urania in Berlin zu sehen.

Am Samstag zu sehen: »Es wird werden« von Ulrich Stettner, Öl auf Leinwand, 2015Am Samstag zu sehen: »Es wird werden« von Ulrich Stettner, Öl auf Leinwand, 2015Wie lange gibt es die Gruppe Tendenzen?

Michael Chrapek: Seit ungefähr fünf Jahren. Joachim Geserick und ich haben uns mal bei einer Jahresabschlussfeier einer Berliner Parteigruppe der DKP zwanglos unterhalten, über Hobbys und so weiter. Wir stellten fest, dass wir beide malen und zeichnen, und es kam die Idee auf, wir müssten mal zusammen etwas machen. Es kam zu regelmäßigen Treffen, auch mit Gästen. Wir lernten die Malerin Bärbel Brede kennen. Sie erzählte uns davon, dass es in der alten BRD seit den frühen 60er Jahren in München eine linke Kunstzeitschrift gab, die hieß Tendenzen – Zeitschrift für engagierte Kunst. Das fanden wir einen guten Titel für unsere Künstlergruppe.

Wie groß ist die Gruppe?

Chrapek: Zehn Leute. Wir treffen uns einmal im Monat, in Berlin-Neukölln bei der Chile-Freundschaftsgesellschaft. Eigentlich wollen wir da malen und zeichnen, oder zumindest Bilder von uns vorstellen im kollektiven Gespräch. Aber wir kommen da zu wenig. Wenn wir uns treffen, besprechen wir viele organisatorische Fragen, meistens dauert das zu lang.

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Natascha Strobl. Foto: Laurin RosenbergNatascha Strobl. Foto: Laurin RosenbergThema der XXI. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz am kommenden Sonnabend ist das »Selber tun«. Aus Österreich erwarten wir Natascha Strobl von der »Offensive gegen Rechts« als Rednerin. Die Mitstreiter der jungen Akademikerin – Christoph Altenburger, David Lang und Hanna Lichtenberger – geben einen Einblick in die Arbeit der breit aufgestellten antifaschistischen Organisation. (jW)

Wenn die Welt einmal untergehen sollte, dann geh nach ­Wien, dort passiert alles 20 Jahre später«, so soll es der Komponist Gustav Mahler oder der Schriftsteller Karl Kraus gesagt haben. So haben auch antifaschistische Debatten um Analyse und strategische Ausrichtungen später als andernorts eingesetzt. Ein Teil dieser Diskussion in Österreich wird im Bündnis »Offensive gegen Rechts« geführt. Seine Entwicklung und die Herausforderungen, vor denen es steht, geben einen Einblick in die Situation der Antifaschisten in der Alpenrepublik.

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Foto: Alexander Welscher/dpaFoto: Alexander Welscher/dpaDer Begriff »Imperialismus« ist angesichts der Weltlage mindestens so aktuell wie vor 100 Jahren, zur Analyse genutzt wird er wenig – auch in linken Kreisen. Mag sein, dass dies mit dem Verfasser der klassischen Studie »Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus« zusammenhängt. Mit dem Namen Lenin ist die Oktoberrevolution von 1917 verbunden und eine sozialistische Revolution wird heute weniger denn je verziehen.

Denn der Imperialismus verändert sich erneut zur Kenntlichkeit: Kriegs- und Weltkriegsgefahr besagen das nachdrücklich. Das Verschweigen der Hintergründe für diesen Weltzustand hat dieselben Ursachen wie vor 100 Jahren.

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Im Parallelprogramm der Rosa-Luxemburg-Konferenz findet zwischen 14 und 16 Uhr im Kleistsaal das Jugendpodium statt. Julius Zukowski-Krebs vom BundessprecherInnenrat der linksjugend.solid, ein Vertreter des Roten Aufbaus Hamburg, Max Matthes vom Bundesvorstand der SDAJ und VertreterInnen aus der Gewerkschaftsjugend wollen dann die Frage diskutieren: Wie kämpft und organisiert sich die revolutionäre Jugend?

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Dieter Frielinghaus (geb. 1928) war reformierter Pfarrer in Dresden und in Bergholz (Mecklenburg-Vorpommern), Mitglied des DDR-Friedensrates und der Kirchenleitung Berlin-Brandenburg. Am 9. Januar ist er Teilnehmer der Podiumsdiskussion auf der XXI. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz in der Berliner Urania.

Dieter Frielinghaus. Foto: Gabriele SenftDieter Frielinghaus. Foto: Gabriele SenftSie sind evangelischer Christ, promovierter Theologe, Pastor der reformierten Kirche, gingen von der Bundesrepublik vor fast 60 Jahren in die DDR und engagierten sich für sie. Da lässt sich fragen: Warum wird so einer Kommunist?

 

Ich hatte das Glück, dass mein Vater – ein reformierter Pfarrer – kein Nazi war. Er war kein Widerstandskämpfer, mochte aber den Hitler nicht und fluchte täglich beim Mittagessen auf ihn. In dieser Hinsicht war ich geimpft. Hinzu kamen die eigenen Erfahrungen im Krieg: Die Bombenangriffe auf Braunschweig, die Zeit als Luftwaffenhelfer – für mich war klar, dass es keinen Krieg mehr geben durfte. Und ich glaubte, das Ergebnis des Krieges sei, dass es keinen mehr geben würde. Allerdings hatte ich keinerlei politische Erfahrung.

Da gab es unmittelbar nach 1945 nichts Prägendes?

Nein, ich musste erst einmal wieder zur Schule und machte im Frühjahr 1948 Abitur. Ich interessierte mich zwar für Wahlen und war beunruhigt, weil da irgendeine Nazipartei antrat, aber ich hatte nicht die geringste Ahnung von Sozialismus. 1945 habe ich zwar das »Kommunistische Manifest« gelesen, sagte mir aber: »Ist alles ganz richtig, aber so schlimm ist der Kapitalismus auch wieder nicht.«

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Alexej Markow. Foto: Susann Witt-StahlAlexej Markow. Foto: Susann Witt-StahlEr liebt Literatur, Remarque, Márquez, Puschkin, und klassische Musik. In einer Armee hat er nie gedient. »Der Krieg ist ein abstoßendes und zutiefst unmenschliches Geschäft«, sagt Alexej Markow im Interview mit jW. Dass er heute dennoch freiwillig Flecktarn trägt, sogar leitender Politkommissar einer militärischen Einheit ist und in der blutigen Kesselschlacht von Debalzewe gekämpft hat, sei der Einsicht geschuldet, dass es manchmal in der Geschichte »noch schlimmere Alternativen« gebe.

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Die Rosa-Luxemburg-Konferenz am 9. Januar ist schon fast ausverkauft. Deshalb und weil ein rechtzeitiger Postversand bis zum Tag der Konferenz nicht mehr garantiert werden kann, ist über diese Seite keine Kartenbestellung mehr möglich.

Restkarten gibt es noch zwischen dem 4. und 8. Januar während der Öffnungszeiten in der Ladengalerie der Tageszeitung junge Welt, Torstraße 6, 10119 Berlin (Mo. bis Do. von 11 bis 18 Uhr, Fr. von 10 bis 14 Uhr). Sofern noch verfügbar sind Eintrittskarten zudem am 9. Januar selbst ab 10 Uhr an der Tageskasse im Urania-Haus erhältlich.

Ellen Brombacher. Foto: Gabriele SenftEllen Brombacher. Foto: Gabriele Senft

Ellen Brombacher ist Sprecherin des Vorbereitungsbündnisses zur Liebknecht-Luxemburg-Demonstration. Auf der Rosa-Luxemburg-Konfernz wird sie an der Podiumsdiskussion teilnehmen, die unter dem Motto steht »Kröten schlucken oder Zähne zeigen: Ist die Linke noch zu retten?«

Demonstration im Rahmen der Liebknecht-Luxemburg-Ehrung: Sonntag, 10. Januar 2016, 10 Uhr, U-Bahnhof Frankfurter Tor, Berlin

Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts Todestag liegt nun fast 97 Jahre zurück. Warum ist ein Gedenken an beide noch heute notwendig?

Beide stehen, gemeinsam mit anderen, ganz besonders für Widerstand gegen Krieg, für Antikapitalismus, und beide haben eine herausragende Rolle bei der Gründung der KPD gespielt. Sie sind ein Symbol für den aufrechten Gang eines jeden, der sich als Sozialist oder Kommunist sieht.

Was zeichnet eine dezidiert linke Gedenkkultur aus?

Die Gedenkkultur der Luxemburg-Liebknecht-Ehrung ist geprägt durch eine große Breite Linker verschiedenster Couleur, die sich am stillen Gedenken und an der Demonstration beteiligen. Wir haben es über die Jahre fertiggebracht, im Demobündnis stets die Gemeinsamkeiten in den Mittelpunkt zu stellen und nicht Trennendes. Anders hätte die Demonstration in Anbetracht der Anfeindungen, die sie über die Jahre mehr oder weniger »begleiteten«, nicht überlebt.

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Alljährlich ein Treffen von Linken aus dem ganzen Land: die Liebknecht-Luxemburg-Demo in Berlin, hier Anfang 2009 Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-BildfunkAlljährlich ein Treffen von Linken aus dem ganzen Land: die Liebknecht-Luxemburg-Demo in Berlin, hier Anfang 2009 Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Bildfunk

Paul Rodermund ist Bundesvorsitzender der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ)

Die SDAJ mobilisiert erneut zur traditionellen Liebknecht-Luxemburg-Demonstration, die am 10. Januar in Berlin stattfindet. Die Demonstration wird in Teilen der politischen Linken als altbacken kritisiert. Ist sie das?

Mitnichten. Richtig ist, dass das Gedenken an die beiden Revolutionäre eine lange Tradition hat. Ihre Ideen, ihr Kampf gegen den deutschen Militarismus und für eine revolutionäre Umwälzung der gesellschaftlichen Verhältnisse sind heute so aktuell wie damals. Bei der Demonstration geht es nicht nur um das Erinnern an zwei bedeutende Charaktere der Arbeiterbewegung. Hier versammeln sich Zehntausende Menschen, die nicht nur täglich gegen Faschismus und Krieg kämpfen, sondern auch für eine revolutionäre Veränderung der Gesellschaft.

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Screenshot: Bild.de / Fotos: dpa, vk.comScreenshot: Bild.de / Fotos: dpa, vk.com

Normalerweise wird die Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz von den bürgerlichen Medien weitgehend totgeschwiegen. Diesmal jedoch hat ausgerechnet Bild die Veranstaltung entdeckt: Am Mittwoch mittag veröffentlichte Bild.de unter der Überschrift »Die Schöne und das Biest« einen Artikel, in dem sich der Autor Peter Tiede darüber empört, dass die Fraktionsvorsitzende der Linkspartei im Bundestag, Sahra Wagenknecht, und Alexej Markow. Gründer und politischer Kommandeur der Kommunistischen Einheit der Brigade »Prisrak« im Donbass, Gäste der Konferenz sind, die als »Treffen von Putin-Freunden« tituliert wird.

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Arnold Schölzel. Foto: Christian-Ditsch.deArnold Schölzel. Foto: Christian-Ditsch.deDie Wochenzeitung UZ - Unsere Zeit veröffentlicht in ihrer heutigen Ausgabe ein Interview mit dem Chefredakteur der Tageszeitung junge Welt, Arnold Schölzel, über die XXI. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz:

UZ: Die Internationale Rosa Luxemburg-Konferenz, die am 9. Januar in der Berliner Urania stattfinden wird, steht unter dem Motto »Kein Gott, Kein Kaiser, Kein Tribun. Selber tun!«. Vor welchen Aufgaben sehen Sie die politische Linke in diesem Land, was sollte sie »selber tun«?

Arnold Schölzel: 2014 und 2015 stand die Konferenz im Zeichen des Kampfes gegen imperialistische Kriege. Das hatte mit der sprunghaft gewachsenen Gefahr eines großen Konfliktes des Westens vor allem mit Russland zu tun, aber auch damit, dass große Teile der deutschen Linken sowohl in Bezug auf den Interventionskrieg in Syrien seit 2011 wie auf den in der Ukraine seit der Putschvorbereitung in Kiew Ende 2013 auf sogenannte Äquidistanz gegangen waren. Konservative und liberale Politiker in den USA und in anderen NATO-Staaten waren bei der Analyse der Kriegsursachen nicht selten genauer und ergriffen Partei für die Angegriffenen.

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Bis vor einem Jahr sah es danach aus, dass der am 4. Juni 1965 in Havanna geborene Aufklärer Gerardo Hernández Nordelo nie mehr frei und in seiner Heimat Kuba sein würde. Nach dem Willen der US-Behörden sollte er im Gefängnis sterben. Am 12. Dezember 2001 hatte ihn ein Gericht in Miami zu einer Strafe von zweimal lebenslänglich plus 15 Jahren verurteilt. Zusätzlich zur Anklage wegen »Konspiration« und »Konspiration zur Verübung von Spionage« war Gerardo – als einziger der »Cuban Five« – auch wegen »Konspiration zur Verübung von Mord« angeklagt worden. Ihm wurde der Tod von vier Piloten der Terrororganisation »Hermanos al Rescate« (Brüder zur Rettung) angelastet, deren Flugzeuge am 24. Februar 1996 nach wiederholtem Eindringen in den kubanischen Luftraum abgeschossen worden waren. Obwohl Gerardo und seine Anwälte alle Vorwürfe widerlegen konnten und die Anklage keine Beweise vorlegte, wurde Havannas Kundschafter schuldig gesprochen und verurteilt. Die Contra-Gemeinde in Miami jubelte. Zum Abschluss des Prozesses zitierte Gerardo vor Gericht den Helden der USA, Nathan Hale, der 1776 unter dem Vorwurf ein Spion zu sein, von den Engländern gehängt worden war und auf dem Weg zum Galgen gesagt hatte: »Ich habe nur zu bedauern, dass ich nur ein Leben habe, welches ich meinem Land schenken kann.«

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Ulrich Stettner Es wird werdenUlrich Stettner Es wird werdenKunstausstellung: ‚Ni dieu, ni maître – wir brauchen keine anderen Herren, sondern keine!’
XXI. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz am 9.1. 2016 in der Urania Berlin

Das macht Mut: auch in diesem Jahr folgten wieder sehr viele Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland dem Aufruf der ‚Gruppe tendenzen Berlin’ und der jW und sandten ihre künstlerischen Beiträge für die 3. Kunstausstellung in Folge. 40 von ihnen stellen sich nun mit nahezu 100 Exponaten einem interessierten Publikum vor.

Diese Künstlerinnen und Künstler mischen sich mit überzeugendem Engagement ein, sie gestalteten ihre persönliche Sicht auf das Thema mit unterschiedlichen Sujets und in verschiedensten Techniken: Objekte, Skulpturen, Aquarelle, Fotos, Grafiken, Radierungen, Collagen sowie Ölbilder. Dabei bleibt kaum ein Lebensbereich ausgeklammert:

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Grup Yorum bei der Rosa-Luxemburg-Konferenz 2014. Foto: Andreas DommaGrup Yorum bei der Rosa-Luxemburg-Konferenz 2014. Foto: Andreas Domma

Zum zweiten Mal nach 2014 tritt die revolutionäre türkische Musikgruppe Grup Yorum bei der Rosa-Luxemburg-Konferenz auf! Die längst weit über die Grenzen der Türkei hinaus bekannte Gruppe macht seit 1985 sozialistische Musik und begeistert damit Tausende Zuschauer. Fünf Jahre lang veranstaltete die Band in der Türkei eine Reihe von »Volkskonzerten« bei freiem Eintritt, zu denen bis zu 500.000 Zuhörer kamen. 2015 verbot die AKP-Regierung den Auftritt, angeblich aus Sorge, er könne zu »Aufruhr« führen. Die Band reagierte darauf mit der Organisation von dezentralen Konzerten in Istanbul. Die Polizei attackierte die Veranstaltungen, es kam zu Straßenschlachten und Festnahmen.

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Gerardo Hernández. Foto: Presidencia El Salvador (CC0 1.0)Gerardo Hernández. Foto: Presidencia El Salvador (CC0 1.0)Keine Rosa-Luxemburg-Konferenz ist wie die andere. Auch für die kommende am 9. Januar 2016 haben wir ein großartiges Programm zusammengestellt, wie Sie den ersten Ankündigungen entnehmen konnten. Heute freut es uns ganz besonders, mitteilen zu können, dass wir neben dem Fotografen und Filmemacher Roberto Chile und dem Schriftsteller und Mitglied des ZK der Kommunistischen Partei Kubas Alpidio Alonso Grau einen weiteren Gast aus dem sozialistischen Kuba auf der Konferenz begrüßen dürfen: Gerardo Hernández, Kämpfer der legendären Cuban Five, wird die Konferenz besuchen.

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Wir sind ausgebucht! Eintrittskarten für die XXI. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz gibt es noch — aber die für Bücher- und Informationsstände von Verlagen und Organisationen zur Verfügung stehende Fläche ist bereits komplett vergeben. Weitere Anmeldungen für Tische können wir deshalb leider nicht mehr entgegennehmen.

Möchten Sie die Werbung für die XXI. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz 2016 unterstützen und zum Beispiel Banner auf Ihrer Internetseite einbinden? Wir haben da was für Sie vorbereitet!

Sie können entweder die nachstehenden Grafiken herunterladen und selbst auf Ihrer Seite einbinden - oder Sie kopieren einfach den Code in den Quelltext ihrer Seite. Vielen Dank für Ihre Unterstützung

140x140 Pixel
 
<a href="http://www.rosa-luxemburg-konferenz.de/de/konferenz-2016"><img src="http://www.rosa-luxemburg-konferenz.de/images/2016/banner/140x140.jpg" border="0"></a>

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Der Vorverkauf für die Eintrittskarten zur XXI. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz am 9. Januar 2016 hat begonnen. Online sind die Tickets per Formular und gegen Rechnung bestellbar: Hier klicken

Kunstausstellung während der Rosa-Luxemburg-Konferenz 2015. Foto: Gabriele SenftKunstausstellung während der Rosa-Luxemburg-Konferenz 2015. Foto: Gabriele Senft

Zum dritten Mal organisiert die Gruppe tendenzen Berlin gemeinsam mit der Tageszeitung junge Welt im Rahmen der Rosa-Luxemburg-Konferenz eine Kunstausstellung. 2016 lautet der Titel: »Ni dieu, ni maître: Wir brauchen keine anderen Herren, sondern keine!« Künstlerinnen und Künstler, die Werke zu diesem Thema präsentieren möchten, können sich bis zum 1. November 2015 bewerben.

Die Teilnahme ist kostenlos, und ein Katalog ist geplant. Während der Ausstellung sind die Exponate versichert. Alle Aufwendungen für den Transport (inkl. Transportversicherung) müssen von den Künstlerinnen und Künstlern übernommen werden. Die Werke sollen persönlich abgeliefert und auch vor Ort positioniert werden.

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Das Plakat 2016

XXI. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz

Anfahrt

Das URANIA-Haus finden Sie mitten in der City West, An der Urania 17, 10787 Berlin. In der Nähe der U-Bahnhöfe oder Bushaltestellen Wittenbergplatz und Nollendorfplatz. Diese sind vom Bahnhof Zoologischer Garten mit Bus (100, M46) und U-Bahn (U2) in wenigen Minuten zu erreichen. Karte anzeigen

 

Livestream

Die gesamte Konferenz wird am 9. Januar direkt auf unserer Homepage per Livestream übertragen. In den Tagen nach der Konferenz werden wir zudem wieder Höhepunkte der Veranstaltung als Videoaufzeichnung zur Verfügung stellen. 

 

Kunstausstellung
Ausstellungseröffnung um 10.30 Uhr
Gruppe Tendenzen Berlin: »Ni dieu, ni maître: Wir brauchen keine anderen Herren, sondern keine!«
Zum dritten Mal organisiert die Gruppe Tendenzen Berlin gemeinsam mit der Tageszeitung junge Welt im Rahmen der Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz eine Kunstausstellung. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler haben wieder ihre Werke eingereicht, von denen eine Jury die besten für die Exposition gewählt hat.

 

Jugendpodium: Jung, brutal, gutaussehend?

Wie kämpft und organisiert sich die revolutionäre Jugend?

Brennende Flüchtlingsheime, Ausbildungsplatzmangel, Schulzeitverkürzung, immer mehr Kriegseinsätze der Bundeswehr. Wir, die Jugend in Deutschland 2016, wird die erste Generation sein, die einen geringeren Lebensstandard hat, als ihre Eltern – von ein paar superreichen Unternehmerkindern mal abgesehen. Welche Aufgaben stellen sich linken und revolutionären Jugendorganisationen vor diesem Hintergrund aktuell? Wie kann es gelingen, aktiv in Kämpfe einzugreifen und Widerstand zu entwickeln? Braucht es eine Perspektive über das Tagesgeschehen hinaus, und wenn ja, wie sieht sie aus? Kurz: Wie kämpft und organisiert sich die revolutionäre Jugend heute? Diese Fragen diskutieren VertreterInnen aus der Gewerkschaftsjugend, Julius Zukowski-Krebs vom BundessprecherInnenrat der linksjugend.solid, der Rote Aufbau Hamburg und Max Matthes vom Bundesvorstand der SDAJ

Kleistsaal, 14-16 Uhr

 

Wichtiges Datum nach der Konferenz:

Luxemburg-Liebknecht-Demonstration10. Januar 2016: Demonstration zur Ehrung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht vom U-Bhf. Frankfurter Tor zur Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin-Friedrichsfelde,
Start: 10 Uhr.

Anschließend gibt es am Stand der Tageszeitung junge Welt an der Gedenkstätte Gelegenheit zu Gesprächen mit Kollegen aus Redaktion und Verlag bei einem Becher Glühwein.

 

Sonderöffnung der jW -Ladengalerie am 10. Januar 2016, ab 13 Uhr, Ausstellung:

»Der saure und der faule Apfel«, 12 plastische Portraits und eine Figur von Christiane Rößler

jW-Ladengalerie, Torstr. 6, Berlin-Mitte
(U-Bhf. Rosa-Luxemburg-Platz), Eintritt frei, bis 12.1.2016

 

Spendenunterstützung:

Verlag 8. Mai GmbH

Verwendungszweck: RLK 2016

IBAN: DE 50 1001 0010 0695 6821 00

BIC: PBNKDEFF

 

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