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Die XXII. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz findet statt
am
14. Januar 2017 im Mercure Hotel MOA, Stephanstr. 41, 10559 Berlin
Tickets (Eintrittsbänder) hier bestellen

Unsere Gäste bei der Rosa-Luxemburg-Konferenz 2017

Foto: Senado Federal [CC BY 2.0] via Wikimedia Commons

Jean Wyllys

Mitglied im brasilianischen Nationalkongress, Partido Socialismo e Liberdade (Brasilien)
Foto: Kaosenlared.net [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

Arnaldo Otegi

Politischer Gefangener bis März 2016, Vorsitzender der linken baskischen Unabhängigkeitspartei SORTU (Baskenland)

Screenshot: Vimeo

Marylin Zuniga

Organisatorin für Bildungsarbeit, Lehrerin an der Roses Concrete Community School, politische Aktivistin (USA)

Foto: hussekizil Freelance Video Journalism [CC BY 3.0] via Wikimedia Commons

Selahattin Demirtaş

Kovorsitzender der Halkların Demokratik Partisi, HDP (Türkei)
Foto: Place Au Peuple (Flickr: Jean-Luc elenchon) [CC BY-SA 2.0] via Wikimedia Commons

Jean-Luc Mélenchon

Präsidentschaftskandidat des Parti de Gauche (Frankreich, angefragt)

Foto: Juventud Rebelde

Arlín Alberty Loforte

Stellv. Direktorin der Tageszeitung Granma, Leiterin von Granma Internacional (Kuba)

Foto: jW/Sabine Peters

Aitak Barani

Stadtteilinitiative Zusammen e.V., Frankfurt am Main
Grafik: Wikimedia

Ein Vertreter der FARC-EP

Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens – Armee des Volkes (Kolumbien) 


Foto: jW-Archiv

Mumia Abu-Jamal

Journalist, politischer Gefangener (USA)

Foto: Andreas Domma

Ellen Brombacher

Kommunistische Plattform in der Partei Die Linke
Foto: news.dkp.de

Patrik Köbele

Vorsitzender der Deutschen Kommunistischen Partei, DKP
Foto: Michael Breyer / Die Linke

Bernd Riexinger

Vorsitzender der Partei Die Linke
   Foto: Animagus (Own work) (CC BY-SA 3.0) via Wikimedia Commons 

Heinz Ratz

Bandleader von Strom & Wasser, zusammen mit Konstantin Wecker Gründer des Büros für Offensivkultur (BOK)

Foto: Andreas Domma

Dr. Seltsam

Kabarettist

 

Esther Bejarano

… (geb. 1924) ist eine der letzten Überlebenden des Mädchenorchesters von Auschwitz und Vorsitzende des Auschwitz-Komitees. 2013 hat die aktive Antifaschistin ihre »Erinnerungen. Vom Mädchenorchester in Auschwitz zur Rap-Band gegen Rechts« veröffentlicht. Am 9. Januar wird sie mit »Microphone Mafia« auf der XXI. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz in der Berliner Urania auftreten und an der abschließenden Podiumsdiskussion teilnehmen.

Esther Bejarano. Foto: Jens Büttner / dpaEsther Bejarano. Foto: Jens Büttner / dpaFlüchtlinge in Deutschland sind zunehmend rechter Gewalt ausgesetzt. Die Anzahl fremdenfeindlich motivierter Angriffe auf Schutzsuchende ist seit 2010 um das Vierzigfache gestiegen − 2015 wurden rund 820 Vorfälle dokumentiert. Welche Gedanken kommen Ihnen, wenn Sie die brennenden Flüchtlingsheime vor Augen haben?

Ich bin entsetzt über das Zündeln. Was mich am meisten ärgert: Immer wieder werden diese Taten verharmlost und behauptet, das seien »nur Randalierer« und nicht die Rechten. Es gibt auch immer noch kein Verbot der NPD und anderer faschistischer Organisationen. Dabei treten die Nazis heute viel brutaler auf als vor einigen Jahren. Und dann der NSU-Prozess: Das ist doch eine Farce! Die Behörden sind doch gar nicht an Aufklärung interessiert. Ich frage mich: Wo leben wir eigentlich?

Die Nazis können sogar eigene Schulungszentren eröffnen, um ihre menschenverachtende Weltanschauung zu lehren. Von der Bundesregierung wird absolut nichts dagegen unternommen. Das ist schlimm. Das gilt auch für die Verschleierung der wahren Ursachen für die rechte Gewalt. Ein Teil der Bevölkerung in Ostdeutschland ist arbeitslos und ohne Perspektive. In der DDR gab es noch Jugendverbände; heute sitzen die Jugendlichen auf der Straße. Dann kommen die Nazis aus dem Westen und rekrutieren sie. Unsäglich finde ich es, wenn dieser Rechtsruck auf die DDR zurückgeführt wird und nicht auf die aktuelle wirtschaftliche Lage.

Was ist in der BRD falsch gelaufen?

Es hat keine Aufarbeitung der NS-Verbrechen stattgefunden. Nach 1945 wurde geschwiegen, es gab keine Entnazifizierung, und nur wenige Täter sind verurteilt worden. Viele konnten fliehen; ihnen wurde sogar noch dabei geholfen. So sind viele Nazis in Amerika gelandet, wo sie ihre Ideologie weiterverbreiten konnten und wo man ihre Dienste gern in Anspruch genommen hat. Aber wir brauchen gar nicht in die Ferne schauen. Adenauer hat ja Hans Globke und die ganze Nazigesellschaft wieder aufgenommen − in die Regierung, die Justiz und Geheimdienste. Alles ist nahtlos weitergegangen. Wir brauchen uns nicht wundern, wenn es eines Tages wieder so weit ist.

Was meinen Sie mit »wieder«? Sehen Sie in Europa ähnliche Entwicklungen wie nach der Weltwirtschaftskrise 1929 und perspektivisch den Faschismus an der Macht?

Ja − wenn es so weitergeht, wenn es keine starke antifaschistische Gegenbewegung gibt und die Regierung weiterhin nichts unternimmt. Und es finden sich historische Parallelen. Wenn ich mir heute etwa in Frankreich die Kampagnen mit den Moslem-Karikaturen anschaue, durch die der ganze Ausländerhass zum Vorschein kommt, erinnert es mich an den Stürmer, der während der Nazizeit die Bevölkerung gegen die Juden aufgehetzt hat. Das ist furchtbar. Der Unterschied: Damals war das von oben angeordnet; heute beteiligt sich die Regierung noch nicht daran. Aber Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán hat bereits verkündet, er wolle keine Muslime in sein Land lassen, als es um die Aufnahme der vielen Menschen ging, die jetzt in Europa Schutz suchen. Warum eigentlich die Aufregung über die Flüchtlinge? Wer ist denn verantwortlich? Das sind doch wir: der Westen, der diesen Menschen die Lebensgrundlage zerstört hat. Das alles bringt mich auf die Palme – ich kann das nicht ertragen.

In Ihrem Buch »Erinnerungen« beschreiben Sie an einer Stelle eindringlich Ihr Lebensgefühl 1945 – Sie wollten »einfach keine Deutsche mehr sein«. Geht Ihnen das heute noch so?

Ich werde immer gefragt: Sind Sie jüdische Deutsche, oder sind Sie deutsche Jüdin? Ich antworte darauf: Ich bin ein Mensch. Und ich bin Antifaschistin – nicht zuletzt, weil ich den Faschismus am eigenen Leib gespürt habe. Mir ist die deutsche Nationalität egal. Ich habe sie eben, aber ich kann nicht sagen, dass ich mich dem deutschen Volk zugehörig fühle. Ich habe viel auszusetzen an diesem Staat. Abgesehen davon, dass gegen die Nazis nichts unternommen wird: Der Antikommunismus in Deutschland ist eine Katastrophe. So wird immer nur über den Widerstand der Offiziere vom 20. Juli gesprochen, nie über den kommunistischen. Ich erzähle in meinen Vorträgen davon, auch wie er verschwiegen wird. Und dass Kommunisten ebenso wie Sinti und Roma nicht wie wir Juden Entschädigungszahlungen dafür erhalten haben, was sie Furchtbares erlitten haben – das darf man doch nicht hinnehmen. Aber ich fühle mich in Deutschland zu Hause, weil ich hier etwas bewirken kann mit meiner Aufklärungsarbeit.

Sie haben 15 Jahre in Israel gelebt. Ihre Rückkehr nach Deutschland haben Sie folgendermaßen beschrieben: »Als wir die Grenze Schweiz–BRD hinter uns hatten, wurde mir plötzlich ganz komisch zumute. Ich sah die ersten Bahnbeamten in Uniform, ich sah einen deutschen Polizisten, und mein Herz begann heftig zu schlagen. Ich bekam eine panische Angst.« Kommt diese Angst manchmal wieder hoch?

Nein, so wie damals empfinde ich nicht mehr. Ich habe Deutsche kennengelernt, von deren Existenz ich früher nichts gewusst hatte: Menschen, die wie ich Antifaschisten sind oder ehemalige Widerstandskämpfer, die Ähnliches erlebt hatten wie ich, obwohl sie keine Juden waren: Kommunisten beispielsweise – diese Leute sind meine Freunde. Sie ließen mich zu der Überzeugung kommen, dass ich hier leben kann, und sie sind der Grund, dass ich mich wohl fühle in Deutschland. Ich möchte nicht wieder in Israel leben, weil ich weiß, was dort für eine Politik herrscht.

In Deutschland lag auch ein erheblicher Teil der diaspora-jüdischen »Welt von Gestern«, wie sie der Schriftsteller Stefan Zweig genannt hatte.

Ja, dieser kulturellen Welt fühle ich mich noch verbunden. Auch mit den jüdischen Gemeinden, die es damals gab, in denen wir ein wirklich schönes Leben hatten und die ganz andere waren als heute. Obwohl meine Eltern sehr liberal waren, bin ich jüdisch erzogen worden; wir haben einen koscheren Haushalt geführt. Die jüdischen Gemeinden von heute wollen mit Jüdinnen wie mir nichts zu tun haben, denn ich kritisiere Israel und singe in einer linken Band. Einmal wurde ich hier in Hamburg von Mitgliedern der jüdischen Gemeinde eingeladen. Allerdings waren das russische Veteranen des Zweiten Weltkrieges. Sie sind sehr stolz darauf, dass sie in der Roten Armee gekämpft haben, die Auschwitz befreit hat. Aber wenn ich an den Zentralrat der Juden denke: Er lässt kein einziges kritisches Wort verlauten über die entsetzlichen Dinge, die in Israel geschehen. Wer etwas dagegen sagt, ist sofort abgemeldet.

 

Dem untergegangenen Diaspora-Judentum, in dem Sie verwurzelt sind, hatten Max Nordau und andere Vordenker des Zionismus eine übermäßige Vergeistigung attestiert und deren Bewohner als »Nervenjuden« bezeichnet. Diesem »schwachen« Judentum hatte der Zionismus sein Ideal des »Muskeljuden« entgegengestellt, der in der neuen Heimstätte Palästina in der linken Hand sein Gewehr hält und mit der rechten sein Feld bestellt. So entschlossen, wie Sie Nazis und anderen Rechten die Stirn bieten, repräsentieren Sie auch das neue Judentum. Sind Sie eine diasporische Muskeljüdin?

(Lacht)

Ich bin Jüdin und lebe als Jüdin, weil ich als Jüdin geboren wurde. Ich bin aber weder stolz darauf, noch schäme ich mich dafür. Ich konnte es mir ja nicht aussuchen. Ich verheimliche meine jüdische Herkunft nicht, im Gegenteil: Ich sage immer wieder gern, dass ich Jüdin bin. Mein jüdisches Elternhaus hat mir sehr viel gegeben, vor allem kulturell. Mein Vater war ja Kantor. Warum liebe ich wohl die Musik so sehr und bin Sängerin geworden? Sogar in Auschwitz habe ich noch Musik gemacht. Dort natürlich erzwungenermaßen und nicht gern.

Moshe Zuckermann, Sohn von polnischen Juden und Auschwitz-Überlebenden, der ebenso wie Sie 1960 aus Israel nach Deutschland kam, hat Deutschland »vertraute Unheimat« genannt. In diesem Begriff steckt eine tragische Dialektik: Einerseits drückt er eine lebensgeschichtliche und kulturelle Verbundenheit aus; andererseits das Juden immer wieder von Deutschland Abstoßende: die Erfahrung der schließlich im Massenmord gipfelnden Verfolgung. Auch für Moshe Zuckermann konnte Israel keine Heimat werden. Er bezeichnet sich als »Heimatloser«. Empfinden Sie ähnlich wie er?

Das Wort »Heimat« kann ich nicht leiden. Als jemand, die hier geboren wurde und als Kind gelebt hat, fehlte mir in Israel die deutsche Kultur. Dort gab es aber andere Dinge, die ich liebe: Offenheit und Freundlichkeit – in Deutschland hingegen ist man ja eher reserviert. Ich hätte nach Amerika gehen können, aber ich wollte damals unbedingt, dass Israel mein neues Zuhause wird. Ich dachte, dort gehöre ich hin. Dann begannen die vielen Kriege. Den ersten gegen das britische Mandat fand ich noch gerecht, aber dann kam Ben-Gurion, und es folgten nur noch Angriffskriege. Als mein Mann 1956 von der Sinai-Front zurückgekehrt war, sagte er: »Nie wieder – ich gehe nicht mehr in den Krieg.« Er hatte Dinge gesehen, die er einfach nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren konnte. Wir beide konnten die Zustände in Israel einfach nicht mehr ertragen. Auch nicht die ständige Hetze gegen die Palästinenser. Kriegsdienstverweigerung ist dort nicht möglich; mein Mann wäre ins Gefängnis gekommen. Also mussten wir weg. Wir hatten keine andere Möglichkeit, als nach Deutschland zu gehen. Ich war sehr, sehr skeptisch, dass ich das aushalte. Meine Bedingung war, dass wir in eine Stadt ziehen, in der ich früher nicht mit meinen Eltern oder Geschwistern gelebt hatte. Freunde legten mir Hamburg ans Herz. Und so landeten wir im Norden.

Sie waren damals als Zionistin nach Israel gegangen. Wie war Ihr Verhältnis zum Zionismus als Sie es wieder verlassen haben – ist es im Grunde noch positiv geblieben?

Um Gottes willen! Nein. Ich kann überhaupt nicht mehr begreifen, dass ich früher Zionistin war – und zwar eine glühende, und dann war ich auch noch Mitglied in Makkabi Hazair, einer ziemlich rechten Organisation. Damals wusste ich nicht, was der Zionismus wirklich bedeutet. Wir wollten ja nur das Land aufbauen. Aber Auschwitz-Überlebende waren dort nicht gern gesehen. Wir wurden nicht gut aufgenommen. Genauer gesagt: Wir wurden gar nicht aufgenommen. Weil wir überlebt hatten, wurde uns unterstellt, dass wir mit den Nazis kollaboriert hätten.

Verstehen Sie sich heute als Nicht-Zionistin oder Antizionistin? Treten Sie für die Ein-Staat-Lösung des Nahostkonflikts ein?

Ich bin Antizionistin – auf jeden Fall. Ja, ich wünsche mir, dass Palästinenser und Juden gemeinsam in einem Staat leben. Das Land, auf dem sich heute Israel befindet, war seit jeher auch das Land der Palästinenser. Da beide aber momentan nicht in Frieden miteinander leben können, sollten die Palästinenser zunächst ihren eigenen Staat bekommen und Israel und Palästina erst einmal normale Beziehungen zueinander aufbauen …

bis Juden und Palästinenser eines Tages feststellen, dass es keinen vernünftigen Grund dafür gibt, sich gegenseitig umzubringen?

Ja, genau. Die Politik israelischer Regierungen macht ein Zusammenleben gegenwärtig unmöglich. Die Behauptung von Benjamin Netanjahu, die Palästinenser seien schuld am Holocaust, ist für mich eine Katastrophe. Will er damit seine menschenverachtenden Aktionen in Gaza und überhaupt gegen die Palästinenser rechtfertigen?

Der Konflikt zwischen Juden und Arabern sorgt auch hierzulande für Zündstoff. Der Vorsitzende des Zentralrates der Juden, Josef Schuster, forderte kürzlich eine »Obergrenze« für die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland mit der Begründung, dass viele von ihnen aus arabischen Kulturen stammen, »in denen der Hass auf Juden und die Intoleranz ein fester Bestandteil ist«.

Das ist eine Sauerei. Das ist Rassismus pur.

Die Befürworter einer rigiden Flüchtlingspolitik aus dem Lager der bürgerlichen Rechten greifen diese Aussage freilich dankbar auf. »Der Präsident des Zentralrates der Juden fordert eine Flüchtlings­obergrenze. Das sollte uns zu denken geben«, sagte Brigitte Abold, Kommentatorin des Bayerischen Rundfunks in den »Tagesthemen«. »Unser Asylrecht, das keine Grenzen kennt, ist als Konsequenz der Ermordung der europäischen Juden während des Nationalsozialismus entstanden – als Mahnung an die Opfer, als Garantie der Menschenwürde. Wenn jetzt Vertreter der Opfer die Anwendung dieses Grundrechtes kritisieren, eines Rechtes, das vor allem dem Schutz der Opfer vor Verfolgung dienen soll, dann haben wir einen Wendepunkt erreicht«, so Abold weiter. »Wenn sich Juden bei uns bedroht fühlen, weil Teile der Flüchtlinge aus Kulturen kommen, in denen Hass auf Juden dazugehören kann, dann müssen bei uns die Alarmglocken schrillen.«

Das kann doch nicht wahr sein! Da werden die Juden als Ausrede benutzt, die muslimischen Flüchtlinge nicht nach Deutschland reinzulassen.

Sie werden oft von Schulen eingeladen, von Ihren Erlebnissen in Auschwitz zu erzählen. Welche Erfahrungen machen Sie mit migrantischen Jugendlichen, die nur eine vermittelte, distanzierte Beziehung zur deutschen Vergangenheit haben?

Als ich vor 20 Jahren damit begann, waren die meisten Schüler sehr verschlossen. Sie konnten nicht mit mir über den Holocaust reden und verhielten sich, als ginge sie das alles nichts an. Manche hatten auch einfach nicht den Mut, mir Fragen zu stellen – sie dachten wohl, sie täten mir damit weh. Heute dagegen sind die Schüler unheimlich aufgeschlossen. Auch die Migranten wollen ganz genau wissen, was damals geschehen ist. Manchmal sind sie noch viel interessierter als die Deutschen. Sie diskutieren mit mir, oft stundenlang. Wunderbar.

Sind Ihnen muslimische Jugendliche jemals mit Judenhass begegnet oder haben im Streitgespräch mit Ihnen den Holocaust geleugnet?

Nein, noch nie. Einmal hatte ein Palästinenser gefordert, dass ich ausgeladen werde, nachdem er erfahren hatte, dass eine Jüdin in seiner Schule sprechen wird. Die Lehrerin hat das natürlich abgelehnt, und ich habe meine Geschichte erzählt und auch meine Meinung zu den Vorgängen in Israel gesagt. Anschließend kam der Palästinenser zu mir, wollte sich um mich kümmern und mir zu essen und zu trinken bringen. Später berichtete mir seine Lehrerin von dem Vorfall und sagte: »Bei diesem Jungen haben Sie etwas verändert.«

Sie gelten in diesem Land als histo­rische Autorität der Aufklärung über die Nazivergangenheit, aber auch als friedenspolitische Instanz, die mit ihrer Existenz für die Untrennbarkeit der kategorischen Imperative »Nie wieder Faschismus!« und »Nie wieder Krieg!« bürgt. Während deutsche Regierungen sich bisher noch zum ersten Imperativ bekennen, haben sie sich von dem zweiten längst verabschiedet. Gegenwärtig sind deutsche Soldaten weltweit an 16 Kriegen und militärischen Missionen beteiligt. Seit einigen Tagen fliegen deutsche »Tornados« Einsätze über Syrien.

Ich finde das unmöglich und entsetzlich. Das ist eine Schande für Deutschland. Furchtbar sind auch die Rüstungsexporte. Oftmals wird zu allem Übel noch mit Ländern Handel getrieben, in denen bereits Krieg herrscht. Dabei wird gar kein Gedanke daran verschwendet, wie viele Menschen durch diese Waffen getötet werden. »Nie wieder Krieg!«, hatten wir einmal gesagt. Und nun will Deutschland wieder die Führung in der Welt übernehmen. Das habe ich schon beim Anschluss der ehemaligen DDR befürchtet. Diejenigen, die an der Macht sind, wollen an der Macht bleiben. Nun fühlen sie sich wieder als Großdeutschland.

Heute bomben sie aber für die Menschenrechte und Frauenbefreiung …

Genau das Gegenteil wird damit erreicht. Keine Frau wird ihren Schleier ablegen. Mit Kriegen kann man keinen Frieden schaffen. Das war schon immer so und wird niemals anders sein. Konflikte können nur durch Verhandlungen gelöst werden.

Bundespräsident Joachim Gauck verlangt von den Deutschen mehr »Bereitschaft zur Hingabe« und »Heimatliebe« und meint damit mehr Zustimmung zu Militärinterventionen.

Das ist der größte Blödsinn, den es gibt. Genau das Gegenteil ist der Fall: Wer sein Land liebt, zieht nicht in den Krieg.

Seit dem »Euromaidan« kooperiert die Bundesregierung mit den militanten Nationalisten, die sich in Kiew an die Macht geputscht haben. Am 2. Mai 2014 haben ukrainische Faschisten in Odessa ihre Mordlust demonstriert. Sind diese Tabubrüche und Gewalteskalationen als Warnsignale einer Zeitenwende zu deuten?

Ich glaube, ja. Ich sehe, dass überall ein Rechtsruck stattfindet. Das macht mir angst. Wenn in Europa wieder ein Grauen geschehen sollte − ich weiß nicht, wo ich mit meiner Familie hingehen könnte.

Erschienen am 9. Januar 2016 in der Beilage »Selber tun!« der Tageszeitung junge Welt

Wo finde ich die Rosa-Luxemburg-Konferenz 2017?

Aktionspaket

Unsere Gäste

Seit 1996 waren zu Gast auf der Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz:

Jude Abbott (Sängerin der Band Chumbawamba, Großbritannien), 2005
Mumia Abu-Jamal (politischer Gefangener und Journalist, USA), 1998-2016
Sundiata Acoli (ehem. Black Panther Party, Black Liberation Army, USA), 2013
Tariq Ali (Schriftsteller, Filmemacher, Historiker, Politikwissenschaftler, Pakistan), 2002
Alpidio Alonso Grau (Dichter und Schriftsteller, Abgeordneter, Kuba), 2016
Elmar Altvater (Professor der Politikwissenschaften, Freie Universität Berlin), 1999
Silvia Ayala (linke Parlamentarierin, Honduras), 2010
Dario Azzellini (Publizist, Dokumentarfilmer, Politikwissenschaftler), 2004

Erika Baum (Kommunistin und Antifaschistin), 2010
Rolf Becker (Schauspieler, IG Medien Hamburg), 2000, 2012, 2015
Esther Bejarano (Sängerin und Antifaschistin, Hamburg), 2016
Dan Berger (Schriftsteller, Aktivist, Dozent, USA), 2013
Piero Bernocci (nationaler Sprecher der COBAS-Gewerkschaft, Italien), 2003
Heinz Bierbaum (stellv. Vorsitzender der Partei Die Linke, Professor für Betriebswirtschaft), 2012
Achim Bigus (Betriebsrat bei VW-Zulieferer Karmann), 2010
Joachim Bischoff (Redaktion Sozialismus), 1997
Lothar Bisky (Vorsitzender der Europäischen Linkspartei), 2009
Gerhard Branstner (Schriftsteller), 1997
Harpal Brar (Publizist und Politiker, Indien), 2003
André Brie (Mitglied Parteivorstand PDS), 1999
Lena Bröckl (ATTAC Deutschland), 2002
Ellen Brombacher (Kommunistische Plattform in der PDS), 1999, 2016
Francisco Brown Infante (Zentrum für Europäische Studien, Kuba), 2001, 2007
Micha Brumlik (Hochschullehrer, Stadtrat B 90/Grüne), 1997
Robert R. Bryan (Anwalt und Experte für Menschenrechte, USA), 2007, 2008, 2010, 2011

Hernando Calvo Ospina (Journalist, ehemal. politischer Gefangener, Kolumbien), 2013
Brian Campfield (Generalsekretär North Ireland Public Service Alliance [NIPSA], Großbritannien), 2011
Cesár Carillo (Europavertreter der Erdölgewerkschaft USO, Kolumbien ), 2004
Pedro Noel Carrillo Alfonso (Ressort Internationale Beziehungen im ZK der KP Kubas), 2012
John Catalinotto (International Action Center, USA), 2001, 2002
Ramón Chao (Schriftsteller, Journalist, Frankreich), 2013
Roberto Chile (Fotograf, Dokumentarfilmer, Kuba), 2016
Michel Chossudovsky (Professor für Wirtschaftswissenschaften, Kanada), 2010, 2014
Roland Claus (PDS-Landesvorsitzender Sachsen-Anhalt), 1997
Faustino Cobarrubia Gómez (Kubanisches Institut für Weltwirtschaft), 2002
Paul Cockshott (Computerwissenschaftler, Universität Glasgow, Großbritannien), 2006
Aydın Çubukçu (Journalist, ehem. politischer Gefangener, Türkei), 2016

Ahmath Dansokho (Generalsekretär der Partei der Unabhängigkeit und Arbeit Senegals), 2009
Dietmar Dath (Autor und Journalist), 2012
Rodolfo Dávalos (Jura-Professor, Universität Havanna, Kuba), 2003
Angela Davis (Soziologin, Bürgerrechtlerin, Politikerin, USA), 2005
Peter Decker (Redaktion Gegenstandpunkt), 1997
Radhika Desai (Ökonomin, Universität Manitoba, Kanada), 2015
Diether Dehm (stellvertretender Vorsitzender der PDS), 2000
Judith Dellheim (Ökonomin, Mitglied des Parteivorstandes der PDS), 1998
Gerd Deumlich (Redaktion Marxistische Blätter), 1997
Heinz Dieterich Steffan (Professor der Soziologie, Universität Mexiko-Stadt), 1998, 2006
Jutta Ditfurth (Publizistin, Buchautorin und Stadtverordnete von ÖkoLinX-ARL im Frankfurter Römer), 1997, 2001, 2012
Sharon Dolev (Gründerin und Direktorin der Regionalen Friedens- und Abrüstungsbewegung in Israel), 2015
Katrin Dornheim (Betriebsratsvorsitzende bei der DB Station & Service AG [Transnet]), 2011
Said Dudin (Journalist und Diplom-Politologe, Palästina), 2001

Thomas Ebermann (Publizist und Politiker), 1999, 2000
Stefan Eggerdinger (Autor), 1997

Johanna Fernandez (Historikerin und Sprecherin des Verteidigungsteams von Mumia Abu-Jamal, USA), 2012
Olga Fernández Rios (Philosophin, Universidad de La Habana, Kuba), 1998
Selim Firat (Schriftsteller, Mitarbeiter am kurdischen Institut für Wissenschaft und Forschung in Berlin), 1998
Sara Flounders (International Action Center, USA), 2009
Ulrich Franz (Chemiekreis Wuppertal), 2002
Dieter Frielinghaus (ehem. Moderator der Reformierten Gemeinden und Mitglied der Kirchenleitung Berlin-Brandenburg), 2001, 2016
Uwe Fritsch (freigestellter Betriebsrat, VW Wolfsburg), 2000
Juan Carlos Frómeta de la Rosa (ZK der KP Kuba), 2005
Georg Fülberth (emeritierter Professor für Politikwissenschaft), 2012

Geraldo Gasparin (Mitglied der Bundesdirektion der Landlosenbewegung »Movimento dos Trabalhadores Rurais Sem Terra« [MST] in Brasilien, Beiratsmitglied der Bundesschule »Escola Nacional Florestan Fernandes«), 2012
Wolfgang Gehrcke (stellvertretender PDS-Bundesvorstand), 1996
Christian Geissler (Schriftsteller), 2005
Sami Ben Ghazi (Mitglied der Direktion der Union de la jeunesse communiste de Tunisie [Union der Kommunistischen Jugend Tunesiens]), 2012
Klaus Gietinger (Autor und Regisseur), 1997, 2009
David Gilbert (ehem. Weather Underground, USA), 2013
Denis Goldberg (Bürgerrechtler und Weggefährte Nelson Mandelas, Südafrika), 2014
Georgina Alfonso Gonzáles (stellvertretende Leiterin des kubanischen Philosophie-Instituts), 2009
Leonel Gonzáles (Mitglied des Nationalen Sekretariats der Zentrale der Gewerkschaften Kubas [CTC]), 2000
William Grigsby Vado »El Chele« (Direktor von Radio La Primerisima, Nicaragua), 2008
Peter Grottian (Professor für Sozialwissenschaften und politischer Aktivist, Freie Universität Berlin), 2007

Nina Hager (DKP), 1996
Nina Hauer (SPD), 1996
Alain Hayot (Professor für Soziologie, Universität Marseille, Mitglied des Nationalkomitees der KP, Frankreich), 1999
Wladislaw Hedeler (Historiker), 2016
Gabriele Heinecke (Rechtsanwältin), 2013
Volker Hermsdorf (Journalist, jW-Autor), 2015
Gerardo Hernández (Cuban Five, Kuba), 2016
Uwe Hiksch (Bundesgeschäftsführer der PDS), 2003
Hannes Hofbauer (Autor und Verleger, Österreich), 2004
Elvira Högemann (Autorin), 1997
Hans Heinz Holz (Philosoph, Schweiz), 2006, 2008
Matthias von Herrmann (Pressesprecher »Die Parkschützer«, »Stuttgart21«), 2011
Alfred Hrdlicka (Bildhauer und Grafiker, Österreich), 2005

Carlos Insunza Rojas (Koordinator des öffentlichen Sektors, Chilenischer Gewerkschaftsdachverband [CUT], Mitglied des Zentralkomitees der KP Chiles), 2013

Ulla Jelpke (MdB, Innenpolitische Sprecherin der PDS-Bundestagsfraktion, 2002; Die Linke, 2011)
Zivadin Jovanovic (ehem. Außenminister der Bundesrepublik Jugoslawien), 2014
Bettina Jürgensen (Vorsitzende der DKP), 2011

Anders Kaergaard (dänischer Whistleblower und Geheimdienstaussteiger), 2014
Christina Kaindl (Aktionsbündnis »Wir zahlen nicht für Eure Krise«), 2010
Boris Kagarlitzky (Soziologe und Publizist, Russische Föderation), 2002
Ernest Kaltenegger (Fraktionsvorsitzender der KPÖ im Steiermärkischen Landtag, Österreich), 2007
Christos Katsotis (Mitglied des PAME-Sekretariat und des ZK der KKE, Griechenland), 2011
Dietrich Kittner (Kabarettist), 2008
Angela Klein (Mitorganisatorin der Euromärsche), 2006
Patrik Köbele (stellvertretender Vorsitzender der DKP), 2013
Otto Köhler (Publizist), 2015
Klaus Kolloch (Professor der Wirtschaftswissenschaften, ehem. HU Berlin), 1999
Lena Kreymann (SDAJ), 2016
Alain Krivine (Europaabgeordneter/LCR, Frankreich), 2002
Jörg Kronauer (Sozialwissenschaftler und freier Journalist), 2014
Michael Kronawitter (praktizierender Arzt und Antifa-Aktivist), 2009
Volker Külow (Historiker), 2016
Robert Kurz (Redaktion Krisis), 1997

Helmut Laakmann (Sprecher beim Arbeitskampf im Krupp-Stahlwerk Rheinhausen), 2008
Oskar Lafontaine (Fraktionsvorsitzender der Linkspartei im Bundestag, 2006; Politiker und Publizist, 2015)
Annelies Laschitza (Autorin und Historikerin), 1998
Sabine Leidig (MdB, Die Linke), 2010
Pierre Lévy (Herausgeber der Zeitschrift La lettre de Bastille - République - Nations, Frankreich), 2010
Renate Licht (Regional-und Landesvorsitzende des DGB Thüringen), 2010
Constanze Lindemann (ver.di), 2003
Agostinho Lopes (Mitglied des ZK und der Ökonomischen Kommission der KP Portugals, Mitglied der Parlamentsfraktion der PCP), 2012
Oscar López Rivera (Unabhängigkeitskämpfer für Puerto Rico, USA), 2013
Domenico Losurdo (Philosoph, Italien), 2009
Stefanos Loukas (Direktor und Herausgeber von Rizospastis, Mitglied im Politbüro der KKE, Griechenland), 2009
Gesine Lötzsch (stellvertretende Fraktionsvorsitzende Die Linke.PDS, MdB, 2007; Vorsitzende Die Linke, 2011)

Alexej Markow (Kommunistischen Einheit der Brigade »Prisrak«, Donbass), 2016
Alberto Martínez (Internationale Kommission der FARC-EP, Kolumbien), 2000
Leo Mayer (1998; Sekretariat Parteivorstand DKP, ehem. stellv. BRV Siemens, 2007)
Peter Mertens (Vorsitzender der Partei der Arbeit Belgiens), 2015
Maria Mies (emeritierte Professorin der Soziologie), 1998
Hans Modrow (ehemal. DDR-Ministerpräsident, Vorsitzender des Ältestenrates der Partei Die Linke), 2015
Markus Mohr (Erwerbsloser, Aktivist der autonomen Bewegung), 2008
Aurélio Monteiro dos Santos (Mitglied der Zentralen Kontrollkommission der PCP, Portugal), 2006
Iván Morales (Movimiento al Socialismo [MAS], Bolivien), 2005
Alberto Moreira (Befreiungstheologe, Universität Goiania, Brasilien), 2007
Luis Morlote (Präsident der Asociación Hermanos Saíz [Organisation junger kubanischer Schriftsteller und Künstler], Abgeordneter der Nationalversammlung, Kuba), 2013
Elfriede Müller (Redaktion Bahamas), 1997

Vlado Nadazdin (Serbische Republik, ehem. Generalkonsul der Bundesrepublik Jugoslawien in Düsseldorf), 2004
Iba Ndiaye Diadji (Generalsekretär der Konföderation der Autonomen Gewerkschaften und der Lehrergewerkschaft Senegals, Dakar, Senegal), 2000

Ana Elisa Osorio Granado (Umweltministerin im Kabinett Chávez, Venezuela), 2004
Arnaldo Otegi (Sprecher der derzeit verbotenen Partei Batasuna, Baskenland), 2007

Norman Paech (Völkerrechtler), 2011
Tubal Paez (Vorsitzender des kubanischen Journalistenverbandes), 2008
Aleka Papariga (Generalsekretärin der KP Griechenlands [KKE]), 2008
Enriqueta Parreño (KP Kuba), 1999
Sémou Páthe Guèye (Professor der Philosophie an der Universität Dakar, Senegal), 2001
Petra Pau (PDS-Landesvorsitzende Berlin), 1997
Tobias Pflüger (Politikwissenschaftler, im Vorstand der Informationsstelle Militarisierung Tübingen), 2001
Dorothee Piermont (bis 1994 Abgeordnete für die Grünen im Europaparlament), 1998

Bodo Ramelow (Fraktionsvorsitzender Die Linke im Landtag Thüringen), 2013
Ignacio Ramonet (Direktor von Le Monde Diplomatique en Español, Präsident des Vereins Mémoire des luttes, Ehrenpräsident von Attac, Frankreich), 2008, 2013
Miloslav Ransdorf (Stellvertretender Vorsitzender der KP Böhmens und Mährens (KSCM), Tschechische Republik), 2000
Thomas J. Richter (Maler und Grafiker), 2000
Wolfgang Richter (GBM), 2005
Anne Rieger (IG Metall, Waiblingen), 2000
Bernd Riexinger (Vorsitzender der Partei Die Linke), 2014
Iwan Rodionow (Chefredakteur von RT Deutsch, Russland), 2015
Maria Rojas (Wissenschaftlerin, Chile), 2001
Karl Heinz Roth (Historiker, praktizierender Arzt), 1998
Juan Ramon Ruiz (Nationale Revolutionäre Einheit Guatemalas [URNG]), 1999
Thomas Rudek (Wassertisch Berlin), 2011
Rainer Rupp (ehem. Mitarbeiter im NATO-Hauptquartier, Autor), 2001, 2014

Imad Samaha (l´Université Libanaise, Mitglied des Politbüros der KP Libanons), 2009
Jorge Santana Peréz (Philosoph, Universität Havanna, Kuba), 2004
Monty Schädel (politischer Geschäftsführer Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsdienstgegner DFG-VK), 2014
Elmar Schmähling (Flottillenadmiral a.D., GBM), 2004
Ulrich Schneider (Generalsekretär Internationale Föderation der Widerstandskämpfer FIR), 2014
Eberhard Schultz (Rechtsanwalt, namhafter Verteidiger in Kurdenprozessen), 1998
Andrea Schuhmann (Antifaschistische Linke Berlin [ALB]), 2007
Günter Schumann (Bildhauer), 2006
Mandakranta Sen (Schriftstellerin, Indien), 2008
Irma Sehwerert Mileham (Mutter von René González Sehwerert (Cuban Five), Kuba), 2011
Maria do Socorro Gomes Coelho (Präsidentin Weltfriedensrat, Brasilien), 2014
Eckart Spoo (Publizist, Redaktion Ossietzky), 2003
Heinz Stehr (Vorsitzender der DKP), 2002
Klaus Steiniger (Chefredakteur Rotfuchs), 2007
Natascha Strobl (Politikwissenschaftlerin, Österreich), 2016
Christian Ströbele (B'90/Die Grünen), 1996, 2001
Peter Strotmann (ATTAC-Rat), 2003
Eugenio Suárez Pérez (Direktor der Zeitschrift Cuba Socialista, Kuba), 2006

Gáspár Miklós Tamás (Philosoph und Politiker, »Grüne Linke«, Ungarn), 2011

Enrique Ubieta (Direktor der Zeitung La calle del medio, Kuba), 2010

David Velásquez (Botschafter von Venezuela im Iran), 2011
Inge Viett (Radikale Linke), 2011

Sahra Wagenknecht (1998; Mitglied im Bundesvorstand der PDS, 2004;  Europaabgeordnete / Die Linke, Mitglied im Parteivorstand, 2008; Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag, 2016)
Peter Wahl (ATTAC-Koordinierungsrat), 2004
Linn Washington (Journalist, USA), 2015
Freja Wedenborg (Redakteurin der dänischen Tageszeitung Arbejderen), 2014
Willy Wimmer (CDU-Politiker, ehem. Vizepräsident der OSZE), 2015
Susann Witt-Stahl (Publizistin), 2013, 2016
Frieder Otto Wolf (MdEP B'90/Die Grünen), 1999
Winfried Wolf (Redaktion SoZ/MdB PDS), 1997, 2001
Mag Wompel (Redakteurin LabourNet Germany), 2005
Alan Woods (Autor und Publizist, Großbritannien), 2003

Feng Yuan (Journalistin, China), 2007

Moshe Zuckermann (Soziologe und Historiker, Israel), 2011

(jW-Mitarbeiter sind nicht aufgeführt)

Künstlerinnen und Künstler

Gerardo Alfonso (Liedermacher, Kuba), 1999
Jennifer Antoni (Schauspielerin), 2012
Atari Teenage Riot (Digital Hardcore), 1996
Banda Bassotti (Combat-Rock-Ska, Italien), 2008
Bolschewistische Kurkapelle Schwarz-Rot (2006)
Britta (Berliner Rockband), 1999
Brüllen (Rock und Soul), 1998
Uschi Brüning (Jazz- und Soul-Sängerin), 2000
Chumbawamba (Alternative-Rock, Großbritannien), 2005
Cool Breeze (Rock, Blues, Soul, TexMex), 2009
Franz Josef Degenhardt (Liedermacher und Schriftsteller), 1997
Kai Degenhardt (Liedermacher) 1998, 2012
Djs Melissa Logan & Kiki Moorse (Minimal-Electro), 2001
Tino Eisbrenner (Sänger), 2016
EWO2 (elektronisches Weltorchester), 2009
Vicente Feliu (Liedermacher, Kuba), 2009
F.S.K. (Avantgarde-Band), 2002
Hans-Beimler-Chor (2010)
Ursula Karusseit (Schauspielerin und Regisseurin), 2000
Dota Kehr (Die Kleingeldprinzessin), 2015
Dietrich Kittner (Satiriker und Kabarettist, Österreich), 2000
Pól Mac Adaim (Liedermacher, Großbritannien), 2010
Microphone Mafia (Rap), 2016
Pablo Miró (Sänger und Multiinstrumentalist, Argentinien), 2012
Neues Glas aus alten Scherben (Rockband), 2002
Danbert Nobacon (Musiker, Großbritannien), 2008
Pankow (Rockband), 1996
Parole Trixi (Rock und Punk), 2001
Gian Paolo »Picchio« Picchiami (Sänger der italienischen Band Banda Bassotti), 2015
Gina Pietsch (Sängerin und Schauspielerin), 2008
Ernst-Ludwig Petrowsky & Enfant (Crossover und Jazz), 2000
The Pokes (Folkpunk), 2010, 2015
Prokopätz (Jazzorchester), 2005
Proyecto Son Batey (Kuba), 2016
Recorder (2001)
Knarf Rellöm (Elektro-Punk), 1998
Josh Sellhorn (2000)
Sha-Karl & Smoke (Rap), 2002
?Shmaltz! (Klezmer-Balkan-Beats), 2013
Tarwater (Electronic-Duo), 1999
Trio Palmera (Salsa, Rumba, Cha-Cha-Cha), 2012
Tulip (2001)
Lucía Vargas (Rapperin, Kolumbien), 2011
Mathias Wedel (Journalist und Schriftsteller), 2000
Michael Weston King (Singer-Songwriter, Großbritannien), 2011
Xikinkei (Punkrock, Baskenland), 2008
Grup Yorum (Türkei), 2014, 2016

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