Die Bundesrepublik war 2006 wie in den Vorjahren Exportweltmeister. Das
brutale Lohnsenkungsprogramm des deutschen Kapitals trägt weiter
Früchte. Die Umverteilung von unten nach oben wird 2007 beschleunigt,
die wirtschaftlichen und sozialen Ungleichgewichte nehmen zu – im Land,
in der EU, zwischen Nord und Süd, Arm und Reich. Das ist das
Lebensgesetz des Kapitalismus. Was hierzulande Hartz IV bedeutet, heißt
weltweit Hungerlohn, Arbeitshetze, Entrechtung und Ausplünderung aller
Ressourcen in steigendem Maß, vor allem heißt es Krieg. „Das Geschäft
gedeiht auf Trümmern“, schrieb Rosa Luxemburg 1916.
Allerdings
gehen die militärischen und politischen Blütenträume der westlichen
Wertegemeinschaft und ihrer Missionare mit Sturmgewehren, Panzern und
Rüstungshightech nicht richtig auf. Hinzu kommt: In zahlreichen Ländern
der Welt finden diejenigen, die sich aus einer linken, aus einer
marxistischen Perspektive heraus für ein besseres Leben engagieren,
wachsende Anerkennung. Sie stemmen sich zugleich gegen den weltweiten
Sog in den Krieg. Was das praktisch bedeutet, trotz Bush und Merkel,
trotz Blockade und Medienhetze, darüber berichten auf der
Rosa-Luxemburg-Konferenz 2007 Rednerinnen und Redner von drei
Kontinenten. Sie werden zeigen: Es geht.
- 10.00 Uhr Saalöffnung
- 11.10 Uhr Dr. Alberto Moreira Befreiungstheologe (Universität Goiania / Brasilien)
- 12.00 Uhr Feng Yuan (Journalistin, Peking / China)
- 12.50 Uhr Ernest Kaltenegger (Fraktionsvorsitzender der KPÖ im Steiermärkischen Landtag, Österreich)
- 13.50 Uhr Robert R. Bryan (Rechtsanwalt, San Francisco / USA)
- 14.10 Uhr Mumia Abu Jamal (Journalist, politischer Gefangener, USA)
- 14.30 Uhr Francisco Brown Infante (Direktor am Institut für Europäische Studien, Havanna / Cuba)
- 15.20 Uhr Arnaldo Otegi (Sprecher der derzeit verbotenen Partei Batasuna, Baskenland)
Moderation: Dr. Seltsam