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Gabriele vom »Free Mumia«-Bündnis in Berlin. Foto: Jens SchulzeGabriele vom »Free Mumia«-Bündnis in Berlin. Foto: Jens Schulze

Johanna Fernández, Historikerin und Sprecherin des Verteidigungsteam von Mumia Abu-Jamal, macht darauf aufmrksam, dass der Fall des schwarzen radikalen Aktivisten, Journalisten und früheren Black Panther durch Rassismus und beispiellose Verstöße gegen die US-Rechtsordnung gekennzeichnet sei. Seit 38 Jahren sitze er nun unter dem Vorwurf, einen Polizisten ermordet zu haben, in Haft, 28,5 Jahre davon im Todestrakt. Derzeit gebe es aber neue Hoffnung im Prozess gegen Mumia. Allgemein sei diese auch Ergebnis der neuen Bewegungen in den USA, beispielsweise »Occupy«. Insbesondere die Bewegung »Black Lives Matter« habe die Gesellschaft gezwungen, wieder über Klassenverhältnisse und Rassismus nachzudenken. Konkret sei insbesondere die Tatsache, dass sechs neue Archivkartons mit Beweismaterial gefunden wurden, Grund zur Zuversicht, dass Mumia bald freikommen könnte.

Mumia selbst spricht in seiner Grußbotschaft an die Konferenz über die vor kurzem entdeckten Dokumente, die belegen, dass hohe US-Militärs schon seit langer Zeit davon ausgehen, dass der Krieg in Afghanistan nicht gewonnen werden könne, dass die USA vollkommen planlos ein Land überfallen hätten. Nicht zufällig erinnere das an den Krieg der imperialistischen USA gegen den Vietnam. Wie damals hätten die Menschen bei Beginn des Krieges gewusst, dass er sinnlos sein würde und hätten dagegen demonstriert. Und damals wie heute, liegen die Politiker falsch. (jW)

Übernommen aus dem jW Online Spezial zur Konferenz 2020: https://www.jungewelt.de/blogs/rls-2020

 

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