Sozialismus oder Barbarei

Michael Hudson ist US-Ökonom und Verfasser u. a. des Buches »Der nächste imperialistische Krieg«. Seine Vorredner hätten über Sozialismus gesprochen, sagt Hudson, er werde über eine Spezialität seines Herkunftslandes reden: Barbarei. Die Situation heute sei die folgende: Staaten, die sich von den USA finanziell nicht abhängig machen lassen wollen, sehen sich permanent bedroht, militärisch angegriffen zu werden.

Hudson skizziert in seinem Vortrag die Entwicklung im 20. Jahrhundert, die zu diesem Zustand geführt hat. Einen besonderen Schwerpunkt legt der Ökonom dabei auf die Rolle internationaler Wirtschaftsorganisationen wie der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds.

Zudem geht er auch der Frage nach, wie es kommen konnte, dass vormals linke Parteien oder auch Gewerkschaften der Militarisierung der US-Gesellschaft und der Rüstungsindustrie nichts entgegengesetzt haben, sondern, z. B. im Falle der Demokraten, heute die größten Kriegstreiber überhaupt sind. Seine Erklärung: Ihr Antikommunismus habe sie bereits in den 50er Jahren dazu gebracht, sich hinter die US-Militärmaschine zu stellen. (mik)

Übernommen aus dem jW Online Spezial zur Konferenz 2018: www.jungewelt.de/blogs/rlk2018

 

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