* Die Europäische Linke (EL) geht mit einer gemeinsamen
Wahlplattform in den Europawahlkampf. Am Sonntag einigten sich die 19
Mitglieds- und elf Beobachterparteien aus 23 Ländern auf gemeinsame
politische Forderungen und Kernaussagen für den Wahlkampf. Die Partei
Die Linke erklärt dazu:
Die rund 170 Teilnehmerinnen und
Teilnehmer der Konferenz im Kino Babylon bekräftigten: Die Europäische
Linke ist eine pro-europäische Partei. Sie will die europäische
Integration, aber eine Integration, die die Interessen der Mehrheit der
Menschen und nicht die Interessen einiger transnationaler Konzerne und
der Finanzmärkte in den Mittelpunkt stellt. Die Finanzmarktkrise darf
nicht zu einer neuen Runde der Umverteilung von unten nach oben werden.
Die Wahlen zum Europäischen Parlament im Juni 2009 sind eine Chance,
die Grundlagen der Europäischen Union (EU) zu verändern und für Europa
eine neue Perspektive zu eröffnen.
»Die Anzeichen, daß der
Weltwirtschaft eine mehrjährige schwere Rezession bevorsteht, mehren
sich. Wenn alle Welt nach dem Staat als Rettungsanker ruft, wenn ohne
Staatsbürgschaften nichts mehr geht – dann muß die Linke in Europa neue
Fragen stellen und neue Antworten suchen«, so Lothar Bisky,
Vorsitzender der Partei der Europäischen Linken und der Partei DIE
LINKE. In seinem Eröffnungsbeitrag zur Wahlkonferenz hob hervor, daß
die 400000 Mitglieder der Europäischen Linken ein Potential an Ideen,
politischen Erfahrungen und Durchsetzungskraft verkörpern. Sie hätten
an diesem Wochenende mit der Verabschiedung der Wahlplattform die
Aufgabe übernommen, daß die Europäische Linke als Adresse für Frieden,
soziale Gerechtigkeit, Demokratie, Ökologie und Solidarität europaweit
anerkannt wird. (...)
Im Mittelpunkt der Wahlplattform stehen
Forderungen nach einer sozialen und ökologischen Regulierung der
Europäischen Wirtschaft. Die Europäische Linke will europäische
Mindeststandards zur Armutsvermeidung, beispielsweise einen europäische
Mindestlohn, der mindestens 60 Prozent der jeweils nationalen
Durchschnittslöhne beträgt und tarifliche Vereinbarungen nicht in Frage
stellt.
Die Europäische Linke kämpft für ein friedliches und
partnerschaftliches Europa. Abrüstung und Konversion sind zentrale
Aufgaben. Die europäische Verteidigungsagentur soll durch eine
Abrüstungsagentur ersetzt werden.
Für die Europäische Linke
bleibt der demokratische Umbau Europas eine aktuelle Aufgabe. Alle
Menschen sollen das Recht haben, die Gestaltung der EU und ihre
künftige Entwicklung mitzubestimmen.
Die Europäische Linke ist
zutiefst überzeugt: Ein anderes Europa ist möglich. »In unseren Ländern
und gemeinsam führen wir die Parteien der Europäischen Linken in den
Europawahlkampf 2009 ... Wir wollen eine starke Fraktion im Parlament,
um Europa verändern zu können. Jede Stimme für einen Kandidaten der
Europäischen Linken ist eine Stimme für ein friedliches, soziales,
ökologisches, demokratisches, feministisches und solidarisches Europa!
Nimm deine Chance wahr, verändere Europa jetzt«, heißt es in der
gemeinsamen Wahlplattform.
- Vollständiger Wortlaut der Wahlplattform: www.die-linke.de
- Der EL- und Die-Linke-Vorsitzende Lothar Bisky nimmt am 10. Januar
2009 in Berlin an der Rosa-Luxemburg-Konferenz teil. Thema der
Podiumsdiskussion: »Europäische Union– Das nette Imperium von nebenan«