BU: Mit der »Internationale« endete im Januar 2011 die Podiumsdiskussion der Rosa-Luxemburg-Konferenz
Foto: Björn Kietzmann
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Die Vorbereitung der kommenden Rosa-Luxemburg-Konferenz am 14.
Januar in der Berliner Urania gestaltet sich komplizierter als in
den Vorjahren. Das hat auch damit zu tun, daß die geladenen
internationalen Gäste sehr aktiv in die aktuellen
Entwicklungen ihrer Heimatländer eingebunden sind und deshalb
zum Zeitpunkt der Einladung nicht so ohne weiteres wissen konnten,
welche Aufgaben im Januar sonst noch auf sie zukommen. Die
Konferenz soll sich mit konkreten Veränderungen der Welt
beschäftigen – und deshalb haben wir Weltveränderer
eingeladen. So zum Beispiel Sami Ben Ghazi, Mitglied der Direktion
der Union der Kommunistischen Jugend Tunesiens: Ein Land im Umbruch
– wie schätzen marxistische Kräfte diese
Veränderungen ein, welche Rolle spielen sie in ihnen? Oder
Pedro Noel Carrillo Alfonso, Mitglied des Ressorts Internationale
Beziehungen im ZK der KP Kubas: Welche ersten Erfahrungen kann er
uns von den spannenden Umbrüchen seines Landes nach den
Beschlüssen des jüngsten Parteitages der KP Kubas
berichten? Oder Agosthino Lopes, Parlamentarier und Mitglied des ZK
und der Kommission für ökonomische Angelegenheiten der KP
Portugals: Welche Schlußfolgerungen zieht seine Partei aus
dem Umstand, daß Portugal (wie Griechenland und weitere
EU-Länder) seit dem EU-Beitritt einer massiven
Deindustrialisierung unterworfen ist? Kommende Woche legt das
Zentralkomitee der brasilianischen Landlosenbewegung Movimento dos
Trabalhadores Rurais Sem Terra (MST) fest, wer von ihnen die MST
auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz vertreten und über ihre
Kampferfahrungen berichten wird. Aus den USA kommt Johanna
Fernandez, Historikerin und Sprecherin des Verteidigungsteams von
Mumia Abu-Jamal. Mumia selbst wird über ein Tondokument zu
Wort kommen.
Eine Konferenz von Jugendverbänden wird ab 13 Uhr im
Kleistsaal darüber diskutieren und beraten, wie der
Einfluß der Bundeswehr auf Bildungseinrichtungen
zurückgedrängt werden kann. Um 16 Uhr findet im Hauptsaal
ein Solikonzert für die Cuban Five statt. Mit Pablo
Miró, einem argentinischen Songwriter und
Multiinstrumentalisten und einer Grußbotschaft von
René Gonzáles, der zwar als einziger der Cuban Five
aus dem Gefängnis entlassen wurde, aber noch immer in den USA
festgehalten wird. Darüber hinaus werden interessante
politische Kulturprojekte vorgestellt: Die neuesten Bücher der
Bibliothek des Widerstandes (Laika-Verlag in Zusammenarbeit mit
junge Welt), die Werkausgabe von Franz Josef Degenhardt
(Kulturmaschinen) und die für das Frühjahr geplante
Ausgabe des ersten Bandes der offiziellen Biografie des Genossen
Fidel Castro (Neues Leben).
Veränderungen sind auch hier im Lande nicht einfach nur
wünschenswert – sondern dringend erforderlich.
»Sozialismus oder Barbarei – welche Rolle spielt Die
Linke« ist in diesem Jahr deshalb die Podiumsdiskussion der
Konferenz überschrieben. Die Linke wird vertreten durch ihren
stellvertretenden Parteivorsitzenden Heinz Bierbaum, er und
Moderator Arnold Schölzel (Chefredakteur
junge Welt)
diskutieren mit der Publizistin Jutta Ditfurth, den Autoren Georg
Fülberth und Dietmar Dath gesellschaftliche Entwicklungen
– und ob Programm und Zustand der Partei diesen gewachsen
sind.
Ausklingen wird die Konferenz nach der Podiumsdiskussion im
hinteren Foyer im Erdgeschoß der Urania. Zu den Klängen
des internationalen lateinamerikanischen Trios Palmera, und bei
einem Mojito oder einem Glas Wein darf die Konferenz ausgewertet
oder auch das Tanzbein geschwungen werden, es wird kein gesonderter
Eintritt erhoben. Auf ein zusätzliches Konzert in der Loft des
Hauses wird in diesem Jahr verzichtet.
Wir empfehlen allen Leserinnen und Lesern dieser Zeitung, sich
rechtzeitig Karten für den Abend zu sichern. In den
vergangenen zwei Jahren war das Haus ausverkauft. Karten
können Sie in der
jW-Ladengalerie erwerben oder online
bestellen.
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