»Mitten in der Geschichte, mitten in der Entwicklung, mitten
im Kampf lernen wir, wie wir kämpfen müssen.« Rosa
Luxemburg, vor Gewerkschaftern, 1910
Das erste Jahrzehnt des neuen Jahrhunderts war geprägt von
neuen imperialistischen Kriegen. In das zweite geht die Welt mit
einer Weltwirtschaftskrise, der Drohung autoritärer
Herrschaftsformen und einer brutal verschärften
Ausplünderung der Ärmeren und Ärmsten weltweit.
Größere Kriege als in den letzten 20 Jahren werden
vorbereitet.
Noch ist der Widerstand spontan, diffus und ideologisch heterogen,
dennoch reagieren die Herrschenden mit wachsender Nervosität.
Diese Entwicklung enthält unabsehbare Gefahren für den
inneren und äußeren Frieden. Aber es bilden sich neue
Kraftzentren, die auf die Protestbewegungen in den
Hauptländern des Kapitals ausstrahlen. Nur in der aktiven
Auseinandersetzung mit denen, die auf Krieg, Ausbeutung und
Unterdrückung setzen, in der unbestechlichen Analyse der
Kräfteverhältnisse und dem Formieren einer
internationalen Gegenbewegung besteht eine Chance.
Vorträge ab 11 Uhr
Imperialismus im 21. Jahrhundert: Lernen, wie wir kämpfen
müssen
- 11.00 Uhr Moshe Zuckermann - Soziologe und Historiker,
Israel
- 12.00 Uhr Brian Campfield , Generalsekretär North Ireland
Public Service Alliance (NIPSA)
- 13.15 Uhr Grußbotschaft von Mumia Abu-Jamal - Journalist
und politischer Gefangener, USA: Robert R. Bryan - Anwalt und
Experte für Menschenrechte, USA
- 13.45 Uhr Christos Katsotis - Mitglied des PAME-Sekretariat und
des ZK der KKE, Griechenland
- 15.00 Uhr Gáspár Miklós Tamás -
Philosoph und Politiker, »Grüne Linke«,
Ungarn
- 15.45 Uhr Irma Sehwerert Mileham - Mutter von René
González Sehwerert (Cuban Five), Kuba, im Gespräch mit
dem Völkerrechtler Prof. Dr. Norman Paech
- 17.00 Uhr David Velásquez - Botschafter von Venezuela im
Iran
Moderation: Dr. Seltsam
Außerdem:
• Vorstellung der »Bibliothek des Widerstands«
(ca. 14.30 Uhr)
• Matthias von Herrmann, Pressesprecher »Die
Parkschützer« über die Proteste gegen
»Stuttgart 21«
• Thomas Rudek, Wassertisch Berlin, zum Volksentscheid
• Workshop StreetArt mit Interbrigadas und Fotodokumentation
ihrer Projekte
• Fotoausstellung der Ernst-Thälmann-Gedenkstätte
Ziegenhals (Dokumentation eines Abrisses)